Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Geordneter Niedergang: Dexia bekommt weiteres Geld

Paris und Brüssel versuchen mit vereinten Kräften das Finanz-Desaster bei der angeschlagenen Dexia-Bank so zu begradigen, dass zumindest eine geordnete Zerschlagung des Instituts gewährleistet ist. Mit großer Spannung werden die Quartalszahlen der Bank erwartet.

Die vom Staat aufgefangene Großbank Dexia erhält eine Finanzspritze von 5,5 Mrd. Euro. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf ein Kommuniqué des belgischen Finanzministers Steven Vanackere berichtete, einigten sich Frankreich und Belgien auf die Rekapitalisierung von Dexia. Belgien trage demnach 53 Prozent oder etwa 2,9 Mrd. Euro zur Stabilisierung der Bank bei.

Vanackere hatte stundenlang mit seinem französischen Kollegen Pierre Moscovici über die Rekapitalisierung verhandelt. Heute steht die Veröffentlichung von Quartalszahlen für Dexia an.

Der Finanzkonzern und Kommunalfinanzierer gilt als erstes Opfer der Euro-Schuldenkrise. Im Strudel der Krise wurde Dexia schon zweimal mit Staatshilfen gerettet. Belgien, Frankreich und Luxemburg hatten sich im Oktober 2011 auf die Aufspaltung der Bank geeinigt.

Die EU-Kommission hat den drei Ländern vorläufig erlaubt, die Bank mit Garantien von 55 Mrd. Euro zu stützen, um sie geordnet zu zerschlagen. Die finanzielle Lage der Dexia ist desaströs. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern unter dem Strich ein Minus von 11,6 Mrd. Euro angehäuft. Grund dafür waren vor allem fehlgeschlagene Investments in Griechenland.

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Quelle: n-tv.de

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