Wirtschaft
(Foto: AP)

Rekordjahr zahlt sich aus: Dickes Bonus-Plus für Apple-Chef

Mit seinem Jahresgehalt von einem Dollar ist Apple-Gründer Steve Jobs einst als schlechtest bezahlter Manager ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden. Sein Nachfolger Tim Cook wird ihm diesen Platz nicht streitig machen, der Gewinnsegen des Konzerns lässt seinen Scheck anschwellen. Verglichen mit anderen Spitzenmanagern fällt das Gehalt jedoch fast bescheiden aus - aus gutem Grund.

Das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte hat sich für Apple-Chef Tim Cook bezahlt gemacht: Cook kam im zurückliegenden Jahr auf ein Einkommen von rund 4,17 Mio. Dollar. Cook erhielt ein Jahresgehalt von rund 1,36 Mio. Dollar sowie eine Prämie von 2,8 Mio. Dollar. Im vergangenen Jahr hatte er ein Jahresgehalt von gut 900.000 Dollar und weitere 900.000 Dollar als Prämie bekommen.

Verglichen mit den Bezügen deutscher Konzernlenker fällt der Scheck für Cook jedoch fast bescheiden aus. So rangiert Cook im Vergleich mit Dax-Managern auf Augenhöhe mit Telekom-Chef René Obermann, der zuletzt rund 3,3 Mio. Euro kassierte. Mit dieser Summe lag der Manager jedoch im untersten Drittel. VW-Chef Martin Winterkorn oder der damalige Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verdienten ein Vielfaches.

Dickes Aktienpaket

Grund zum Mitleid mit dem Apple-Chef gibt es jedoch nicht: Zu seinem Amtsantritt hatte Cook ein riesiges Aktiengeschenk erhalten, was ihm für 2011 zumindest auf dem Papier ein sagenhaftes Einkommen bescherte - von knapp 378 Mio. Dollar. Davon machten 376,2 Mio. Dollar die Option auf eine Mio. Aktien aus. Cook soll davon jeweils die Hälfte jedoch erst 2016 und 2021 bekommen.

Freuen kann sich auch Finanzvorstand Peter Oppenheimer. Seine Vergütung wuchs auf 68,6 Mio. Dollar von 1,4 Mio. Dollar im Vorjahr. Darin enthalten sind 66,2 Mio. Dollar aus Aktienzuteilungen. Hardware-Chef Robert Mansfield erhielt insgesamt 85,5 Mio. Dollar, auch hier stammt fast alles aus Aktienzuteilungen.

Apple hatte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Gewinn um satte 61 Prozent auf 41,73 Mrd. Dollar gesteigert, vor allem das iPhone spülte Milliarden in die Kasse.

Quelle: n-tv.de

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