Wirtschaft
Milton Friedman (1912-2006) erhielt 1976 den Wirtschaftsnobelpreis.
Milton Friedman (1912-2006) erhielt 1976 den Wirtschaftsnobelpreis.(Foto: picture alliance / dpa)

Von wegen leicht verdaulich: Die Wirtschaftsnobelpreismacht USA

Die Frage ist berechtigt: Warum kommen die meisten Wirtschaftsnobelpreisträger aus den USA? Von 74 Ausgezeichneten bisher sind es mehr als 50. Die Antwort liegt auf der Hand.

Die Wirtschaftssupermacht USA ist auch bei den Wirtschaftsnobelpreisen ein Schwergewicht. Von den bislang 74 Preisträgern hatten mehr als 50 die amerikanische Staatsbürgerschaft. In diesem Jahr sind es gleich drei US-Wissenschaftler, die ausgezeichnet werden: Eugene Fama, Robert J. Shiller, Lars Peter Hansen.

Dagegen hat seit Beginn der Vergabe 1969 erst ein Deutscher den Preis bekommen: der Spieltheoretiker Reinhard Selten im Jahr 1994. Er musste ihn sich allerdings mit zwei amerikanischen Kollegen teilen.

Die ungleiche Verteilung wird vielfach krisitiert, hat aber einen einfachen Hintergrund: Die Wirtschaftswissenschaften an den US-Universitäten genießen einen hervorragenden Ruf. Dass die USA so gut abschneiden, liegt auch an der finanziellen Ausstattung der oft privaten Hochschulen. Diese bekommen hohe Summen aus Studiengebühren, Stiftungen, Kooperationen mit Firmen oder Schenkungen von Ehemaligen.

Herausragend unter den US-Unis in Sachen Wirtschaft ist Chicago. Von hier kommen zwei der drei diesjährigen Gewinner. Der wohl bekannteste Vertreter der sogenannten Chicagoer Schule ist Milton Friedman, der den Nobelpreis 1976 bekommen hatte. "Sie sind sehr auf die Forschung ausgerichtet", sagt Per Krusell, der Vorsitzende des Nobelpreis-Komitees, zum Erfolg Chicagos. "Bei ihnen geht es nicht um die Beratung von Regierungen. Bei ihnen geht es nicht um ... leicht verdauliche Vorträge. Bei ihnen geht es um den Kern der wirtschaftlichen Forschung."

Quelle: n-tv.de

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