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Heute tagt der Aufsichtsrat: Diese fünf Karstadt-Häuser machen wohl zu

Die Entscheidung soll schon gefallen sein: Heute segnet der Aufsichtsrat des Warenhauskonzerns angeblich die Schließung von mehreren Filialen ab. Besonders betroffen ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Beim Warenhauskonzern Karstadt naht die Entscheidung darüber, welche Filialen des angeschlagenen Unternehmens schließen müssen. Heute tagt der Aufsichtsrat, in der Sitzung soll das Aus für mehrere Häuser besiegelt werden.

Mehrere Medien berichteten vorab von fünf Standorten, die künftig nicht mehr weiterbetrieben werden sollen. Laut "Handelsblatt" und "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung" sind dies Bottrop, Dessau, Recklinghausen, Neumünster und Mönchengladbach. Karstadt war bisher für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Laut "WAZ" werden Bottrop und Dessau zum 31. März kommenden Jahres dicht gemacht. Recklinghausen, Neumünster und Mönchengladbach sollen dann zum 30. Juni 2016 ihren Betrieb einstellen, hieß es.

Umsätze und Ergebnisse seit Jahren negativ

Nach Informationen des "Handelsblatts" sind in den fünf Filialen insgesamt 477 Mitarbeiter betroffen. Die Beschäftigten der Filiale in Recklinghausen wurden nach Informationen aus Belegschaftskreisen bereits am Montagabend über die Schließungspläne für das Haus informiert.

Karstadt beschäftigt nach Angaben der "WAZ" in Bottrop etwa 85 Mitarbeiter, in Recklinghausen rund 100. In Unternehmenskreisen wurde laut der Zeitung betont, dass Umsatz und Ergebnis in den betroffenen Filialen seit Jahren negativ seien.

Auch die Bevölkerungsentwicklung und die Kaufkraft seien in den jeweiligen Städten rückläufig. Eine große Rolle habe zudem die Konkurrenz von innerstädtischen Einkaufszentren gespielt.

Quelle: n-tv.de

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