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Folgen des VW-Skandals: Diesel-Pkw verschwinden vom US-Markt

Der Diesel kämpft in den USA mit einem Imageproblem. Schuld ist der VW-Konzern und dessen Abgasskandal. Aber es kommt offenbar noch schlimmer.

In den USA rollen so gut wie keine Pkw mit Dieselmotoren mehr aus den Verkaufsräumen. Die Kunden lassen diese Autos derzeit links liegen, wie der Automarktforscher WardsAuto mitteilte. Grund sei der im September bekannt gewordene Abgasskandal bei Volkswagen

VW ist einer der größte Unterstützer der Dieseltechnologie in den USA. Der Marktanteil des Konzerns bei Diesel-Pkw in den Vereinigten Staaten beläuft sich auf 80 Prozent.

Das Wolfsburger Dax-Unternehmen hatte nach dem Bekanntwerden des Betrugsskandals den Verkauf der Autos eingestellt. Im vergangenen Monat brachten die Hersteller nur 222 Diesel-Pkw unter, verglichen mit 5000 bis 10.000 pro Monat in den ersten acht Monaten 2015, so WardsAuto.

Spritsparende Alternative

Auch Daimler war mit seinen Mercedes-Benz-Pkw in den Fokus der Justiz gerückt. Dem Unternehmen wird der Einsatz unrechtmäßiger Abschalteinrichtungen bei Dieselfahrzeugen vorgeworfen. Bei den Autos mit Bluetec-Dieseltechnologie werde bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius die Schadstoffkontrolle deaktiviert. Ein Sprecher von Mercedes-Benz sagte, die Klage sei unbegründet. Das Unternehmen werde sich entschieden zur Wehr setzen.

Im September 2015 setzten Autohersteller in den USA nur noch 3500 Dieselfahrzeuge ab, in den drei Monaten danach waren es jeweils weniger als 1000. Neben dem Verkaufsstopp von VW wirkten sich auch die niedrigen Spritpreise sowie Sorgen über Umweltverschmutzung durch Dieselautos aus. Dieselfahrzeuge waren vor allem als spritsparendere Alternative zu Benzinern propagiert worden.

Quelle: n-tv.de

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