Wirtschaft
Micky mausert sich: Erst Pixar und Marvel, jetzt Lucasfilm - der Disney-Konzern wird zum Medienkonglomerat.
Micky mausert sich: Erst Pixar und Marvel, jetzt Lucasfilm - der Disney-Konzern wird zum Medienkonglomerat.(Foto: REUTERS)

Auch ohne Kino-Blockbuster: Disney streckt Gewinn

Im abgelaufenen Quartal sorgen die Freizeitparks und die TV-Kanäle bei Disney dafür, dass Einnahmen und Gewinne zulegen. Das Kinogeschäft schwächelt dagegen, denn ein richtiger Kassenknüller fehlt bisher. Auf lange Sicht kommt da die jüngst getätigte milliardenschwere Übernahme von Lucasfilm goldrichtig.

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Der Medienriese Walt Disney kann wieder auf sein Fernsehgeschäft und seine Freizeitparks bauen. Im vierten Geschäftsquartal (Juli bis September) stieg der Umsatz des weltgrößten Unterhaltungskonzerns um 3 Prozent auf 10,8 Mrd. Dollar (8,5 Mrd. Euro). Der Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf mehr als 1,2 Mrd. Dollar.

Konzernchef Bob Iger zeigte sich zuversichtlich, dass Disney weiter zulegen kann. Dazu soll auch die in der Vorwoche bekanntgegebene Übernahme des "Krieg der Sterne"-Produzenten Lucasfilm für 4 Mrd. Dollar beitragen. Disney hat bereits angekündigt, drei neue Episoden der Fantasy- und Weltraumsaga um Luke Skywalker, Darth Vader und Obi-Wan Kenobi drehen zu wollen.

Seit dem Kinostart des ersten "Krieg der Sterne"-Films im Jahr 1977 belaufen sich die weltweiten Einnahmen aus Ticketverkäufen für die Filmreihe auf rund 4,4 Mrd. Dollar. Nur "Harry Potter" und "James Bond" waren noch erfolgreicher. Mit dem Kauf sicherte sich Disney auch die Lizenzrechte an "Indiana Jones".

Eurodisney schreibt Verluste

Zuletzt schwächelte die Filmsparte mangels eines echten Blockbusters. Zu Disney gehören auch das Animationsstudio Pixar und die Comic-Schmiede Marvel. Das meiste Geld macht Disney ohnehin mit seinen Fernsehsendern. Dazu zählen das Flaggschiff ABC, die ESPN-Sportkanäle sowie die Disney-Familienprogramme.

Zweitgrößtes Standbein sind die Freizeitparks, Hotels und Kreuzfahrtschiffe. Sie legten zusammen mit dem Souvenirgeschäft am stärksten zu. Walt Disney unterhält neben seinen zwei großen amerikanischen Parks auch Ableger in Hongkong und Tokio. Problemfall ist Disneyland Paris, das Verluste schreibt.

Die Spielesparte Disney Interactive wies ebenso rote Zahlen aus. Weil Disney die Erwartungen der Anleger insgesamt verfehlte, sank die Aktie nachbörslich um mehr als 2 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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