Wirtschaft
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"Betteln" in der Nachbarschaft: Dubai Group schuldet Milliarden um

In der Finanzkrise verheben sich nicht nur große US- und europäische Banken. Auch in der boomenden Golfregion gibt es Verlierer. Einer davon ist die Dubai Group, die eine zweistellige Milliardensumme Schulden anhäuft und vorm Bankrott steht.

Die hochverschuldete Dubai Group hat sich im Schuldenstreit mit ihren Gläubigerbanken geeinigt. Die persönliche Investmentgesellschaft des Herrschers von Dubai restrukturiert Schulden in Höhe von 10 Milliarden Dollar. Die Verhandlungen hatten sich über drei Jahre hingezogen, in denen sich das Emirat von einer Finanzkrise erholte, die es an den Rand des Bankrotts gebracht hatte.

Die Umschuldung war weitgehend erwartet worden, nachdem der Hauptgeldgeber der Gesellschaft den Bedingungen bereits im vergangenen Jahr zugestimmt hatte. Sie dürfte das neu geweckte Vertrauen Dubais weiter stärken. Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich der Immobilienmarkt des Emirats erholt und die Wirtschaft wächst nach einer langanhaltenden Flaute wieder.

Abu Dhabi gibt Finanzspritze

Die Dubai Group ist eines von mehreren mit dem Staat verbundenen Unternehmen, die sich bei der Geldaufnahme in den Jahren vor Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 übernommen hatten. Mit dem geborgten Geld wurden Investitionen weltweit finanziert. Seitdem ist Dubais spektakulärer Boom zum Stillstand gekommen, und das Emirat war gezwungen, mühsam umzuschulden und das benachbarte Emirat Abu Dhabi um eine Finanzspritze von 20 Milliarden Dollar zu bitten.

Von der Umschuldung sind Bankschulden von 6 Milliarden Dollar betroffen, sowie weitere 4 Milliarden Dollar, die das Unternehmen seiner Muttergesellschaft Dubai Holding schuldet. Lokale Banken wie Emirates NBD und Mashreq zählten zu den größten Gläubigern, aber auch ausländische Institute wie die in Paris ansässige Natixis gehörten dazu.

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Quelle: n-tv.de

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