Montag, 08. Februar 2010
Zementgeschäft ausgetrocknet: Dyckerhoff bricht Umsatz weg
Mit Zement ist derzeit kein Blumentopf zu gewinnen: Dyckerhoff beweist das mit einem Umsatzeinbruch. Die Erlöse liegen um fast ein Drittel niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.Der Zementhersteller Dyckerhoff hat im vergangenen Geschäftsjahr die weltweite Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommen. Der Umsatz sank 2009 um 31 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Damit erreichte Dyckerhoff ihr selbstgesteckes Ziel von rund 1,4 Mrd EUR knapp.
Für das laufende Jahr geht die Dyckerhoff AG von einer Stabilisierung der Erlöse auf Vorjahresniveau aus. Die Ergebnisse würden jedoch aufgrund von Einmaleffekten aus dem Geschäftsjahr 2009 von etwa 20 Mio. Euro sowie einem weiterhin schwierigen Marktumfeld zurückgehen, prognostizierte das Unternehmen.
Alle Geschäftsbereiche betroffen
Für 2009 erwartet Dyckerhoff einen deutlichen Rückgang des EBITDA und des Konzernjahresüberschusses; die EBITDA-Marge soll leicht über 20 Prozent und die Umsatzrendite leicht über 7 Prozent liegen. 2008 hatte der im SDAX notierte Konzern ein EBITDA von 579 Mio. Euro sowie einen Jahresüberschuss von 307 Mio. Euro erzielt.
2009 gingen die Absätze des Zementherstellers in allen Geschäftsbereichen zurück. Dabei entwickelten sich die Preise den Angaben zufolge unterschiedlich: Während sie in Deutschland/Westeuropa über denen des Vorjahres lagen, gingen sie in Osteuropa und in den USA zurück; einzige Ausnahme war der Zement in der Tschechischen Republik, bei dem die Preise leicht über dem Vorjahr lagen.
Endgültige Zahlen folgen
Dementsprechend sanken die Umsätze in Osteuropa und USA mit minus 49 Prozent bzw. 23 Prozent am stärksten. Die Region Deutschland/Westeuropa verzeichnete einen Rückgang von 12 Prozent. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um neun Prozentpunkte auf 62 Prozent.
Die Aktie verlor zum Handelsstart 0,4 Prozent auf 45,89 Euro.
DJ
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