Wirtschaft
Mehr in die EU-Länder - weniger in die Welt: Deutsche Ausfuhren sinken im dritten Quartal.
Mehr in die EU-Länder - weniger in die Welt: Deutsche Ausfuhren sinken im dritten Quartal.(Foto: picture alliance / dpa)

EU-Länder kaufen wieder mehr: EU-Länder bestellen mehr "Made in Germany"

Langsam kämpft sich die Eurozone aus der Rezession. Davon profitieren die deutschen Firmen. Die Nachfrage steigt. Und auch die anderen EU-Länder bestellen wieder mehr. Dennoch sinken die deutschen Exporte - Grund ist der Rest der Welt.

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Deutschland bekommt zunehmend die wirtschaftliche Erholung in der EU zu spüren. Binnen Jahresfrist stiegen die Exporte in die Mitgliedsländer im dritten Quartal um 0,9 Prozent auf 152,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit stemmten sich die Ausfuhren in die Region gegen den allgemeinen Trend. Denn insgesamt sanken die Exporte im Sommer um 0,8 Prozent auf 272,6 Milliarden Euro. Von Januar bis September gingen die Ausfuhren um 0,9 Prozent auf 817,9 Milliarden Euro zurück.

Zu der Belebung der Ausfuhren in die EU trug der Euroraum indes nur einen kleinen Teil bei. Dorthin wurden lediglich 0,4 Prozent mehr geliefert als im Vorjahreszeitraum. Das war das erste Quartalsplus im Vorjahresvergleich seit Ende 2011. In die übrigen EU-Länder wurden indes 1,6 Prozent mehr Waren geliefert.

Geschäft mit China wächst

Besonders bei Deutschlands wichtigstem Handelspartner Frankreich ging die Nachfrage wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung weiter zurück. Sie lag im dritten Quartal um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Dagegen konnten die Unternehmen 0,2 Prozent mehr Waren nach Italien verkaufen.

Obwohl sich der Handel mit China wieder erholte, sanken die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU im dritten Quartal deutlich. Sie fielen um 2,9 Prozent auf 119,4 Milliarden Euro, wobei die Ausfuhren in die USA um 3,6 und in die Schweiz um 3,0 Prozent zurückgingen. Die Verkäufe nach Russland fielen sogar um 7,9 Prozent. Dagegen belebte sich das Geschäft mit China um 5,2 Prozent.

Die deutschen Einfuhren gingen im dritten Quartal um 0,5 Prozent auf 222,8 Milliarden Euro zurück. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres fielen sie im Jahresvergleich um 1,4 Prozent und damit stärker als die Exporte, die um 0,9 Prozent sanken.

Quelle: n-tv.de

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