Wirtschaft
Holcim-Chef Rolf Soiron (l.), und der Vorstandsvorsitzende von Lafarge, Bruno Lafont, bei Verhandlungen im April 2014.
Holcim-Chef Rolf Soiron (l.), und der Vorstandsvorsitzende von Lafarge, Bruno Lafont, bei Verhandlungen im April 2014.(Foto: picture alliance / dpa)

Weltgrößter Zementkonzern entsteht: EU segnet Lafarge-Holcim-Fusion ab

Die beiden Baustoffriesen Lafarge und Holcim dürfen nach Ansicht der europäischen Wettbewerbshüter fusionieren. Durch den 50-Milliarden-Euro-Deal entsteht der größte Zementkonzern der Welt. Doch es gibt noch einige Hürden zu nehmen.

Die beiden Baustoffkonzerne Lafarge und Holcim haben in der EU grünes Licht für ihre 50 Milliarden US-Dollar (rund 38 Milliarden Euro) schwere Fusion bekommen. Die Kartellwächter genehmigten den Deal mit Auflagen.

Der Beschluss sei an die Bedingung geknüpft, dass Lafarge Geschäftsbereiche in Deutschland, Rumänien und im Vereinigten Königreich veräußert, teilte die Europäische Kommission auf ihrer Webseite mit. Holcim müsse operative Tätigkeiten in Frankreich, Ungarn, der Slowakei, Spanien und der Tschechischen Republik verkaufen.

Sollte der Deal auch von allen anderen relevanten Wettbewerbsbehörden im Rest der Welt genehmigt werden, würde diese "Elefantenhochzeit" die globale Zementbranche völlig verändern. Allgemein war angesichts der Größe der beiden Fusionskandidaten mit beträchtlichen Hürden für den Zusammenschluss gerechnet worden, vor allem in Europa.

Früheren Angaben zufolge haben verschiedene Finanzinvestoren und Konkurrenten Interesse an Teilen oder dem ganzen Paket der angebotenen Werke und Anlagen. Bis Ende Januar sollen die Käufer der Firmenteile, von denen sich Holcim und Lafarge trennen wollen, bestimmt sein. Im ersten Halbjahr 2015 soll die Fusion dann abgeschlossen sein.

Nicht zu den Käufern gehören die deutsche HeidelbergCement  und die mexikanische Cemex, die schon vor einiger Zeit abgewinkt haben. Damit haben nun neun Kartellbehörden der Transaktion zugestimmt. Dazu zählen neben der EU unter anderem Russland, Südafrika und die Türkei.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen