Wirtschaft
Einfuhrstop: In Russland dürfen künftig keine Agrarprodukte aus der EU, den USA und weiteren westlichen Ländern verkauft werden.
Einfuhrstop: In Russland dürfen künftig keine Agrarprodukte aus der EU, den USA und weiteren westlichen Ländern verkauft werden.(Foto: REUTERS)

Nach russischem Einfuhr-Stopp: EU unterstützt Bauern

Viele EU-Landwirte dürfen ihre Erzeugnisse nicht mehr nach Russland exporieren. Der Sanktions-Krieg wegen der Ukraine-Krise ist der Grund. Um die Verluste der Bauern abzumildern, macht die EU-Kommission eine Millionensumme locker.

Die Europäische Union (EU) will den vom russischen Importverbot betroffenen Obst- und Gemüsebauern finanziell unter die Arme greifen. Die EU-Kommission stellte Unterstützung von bis zu 125 Millionen Euro für die Landwirte in Aussicht. Das Geld soll etwa an die Erzeuger von Tomaten, Blumenkohl, Pilzen, Trauben und Gurken gehen, da diese Produkte nicht eingelagert und dann in andere Länder verkauft werden können. Daher sind diese Bauern vom russischen Importstopp am stärksten betroffen.

Die Kommission hatte bereits in der vergangenen Woche Hilfen für Pfirsich- und Nektarinenbauern angekündigt.. Das Geld werde noch bis Ende November zur Verfügung gestellt, erklärte Agrarkommissar Dacian Ciolos.

Russland hat die Einfuhr von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen für die Dauer von einem Jahr verboten. Damit reagiert die Regierung in Moskau auf Strafmaßnahmen wegen des Konfliktes in der Ukraine.

Experten gehen davon aus, dass die Maßnahme für die Bevölkerung in Russland wesentlich stärker zu spüren sein wird als für die westlichen Bauern. Russland muss etwa die Hälfte seiner Lebensmittel importieren, davon einen großen Teil aus der EU. Russische Gastwirte und Verbraucher fürchten jetzt erhöhte Preise für Lebensmittel.

Quelle: n-tv.de

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