Wirtschaft
In der kommenden Woche könnte es wieder neue Streiks geben.
In der kommenden Woche könnte es wieder neue Streiks geben.(Foto: dpa)

"Lasst uns gemeinsam verhandeln": EVG macht GDL Kooperationsangebot

Im Tarifstreit mit der Bahn müht sich die Bahner-Gewerkschaft EVG um einen Schulterschluss mit der konkurrierenden GDL. Das Angebot dürften die Lokführer allerdings als nicht allzu freundlich betrachten.

Im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) der konkurrierenden Lokführergewerkschaft GDL erneut ein Kooperationsangebot gemacht. "Kommt in die Verhandlungskommission und lasst uns gemeinsam mit der Bahn verhandeln. Davon profitieren alle unsere Mitglieder", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner dem "Focus". Er verwies darauf, dass die Tarifabschlüsse der EVG "in der Vergangenheit besser waren als die der GDL". Allerdings gelte bislang auch für die der EVG angeschlossenen Lokführer "der schlechtere GDL-Vertrag".

Bis zum Sommer hatte ein Kooperationsabkommen geregelt, dass die GDL die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn für die Lokführer führte, während die EVG für andere Mitarbeitergruppen zuständig war. Seit dem Auslaufen der Übereinkunft wollen beide Gewerkschaften jeweils das gesamte Personal vertreten. Die Bahn will konkurrierende Tarifverträge unbedingt vermeiden.

Am Sonntagabend endet eine Streikpause der GDL, dann könnten weitere Streiks angekündigt werden. Die Gewerkschaft hatte im Oktober mehrfach den Personen- und Güterverkehr lahmgelegt. Die GDL fordert unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Ihr geht es aber auch darum, dass die Gewerkschaft mit der Bahn über sämtliche Berufsgruppen verhandeln will - nicht nur über die Lokführer.

Quelle: n-tv.de

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