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Ungeschützte Pensionen: EZB-Banker fordern Sicherheit

Es ist nicht gerade ein Signal der Zuversicht: Die Währungshüter der Eurozone sehen sich mit wachsenden Sorgen aus den eigenen Reihen konfrontiert. Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank fürchten um ihre Alterssicherung und drängen auf einen automatischen Schutz vor der Inflation.

Muss sich um die Sorgen in den eigenen Reihen kümmern: Mario Draghi.
Muss sich um die Sorgen in den eigenen Reihen kümmern: Mario Draghi.(Foto: REUTERS)

Ausgerechnet die Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank (EZB) fordern aus Sorge vor Inflation einen besseren Schutz ihrer Pensionen. "Unglücklicherweise sind die Pensionen der EZB-Beschäftigten nicht gegen Inflation geschützt", sagte Carlos Bowles, ein Sprecher der EZB-Personalvertretung, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Wahrung der Preisstabilität zählt zu den Kernaufgaben der Zentralbank.

"Wir verstehen nicht, warum die EZB bleibt sich treu es ablehnt, unsere Pensionen gegen die Inflation zu schützen", sagte Bowles.

Die EZB ist Soviel Arbeitslose wie noch nie für den Schutz vor einem ungezügelten "Monetäre Anarchie läuft Amok" zuständig. Ihr selbst gesetztes Ziel ist es, die Teuerung nahe unterhalb der Marke von 2,0 Prozent zu halten. Zuletzt stiegen die Verbraucherpreise allerdings teils deutlich schneller. Vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg ist laut Bowles sogar ein Verfahren gegen die Zentralbank anhängig.

Ein Pensionär habe mit Unterstützung der Personalvertretung und der Notenbanker-Gewerkschaft IPSO geklagt. Die EZB wollte sich zu der Klage und den Forderungen der Mitarbeiter zunächst nicht äußern.

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Quelle: n-tv.de

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