Wirtschaft
Bei Easyjet läuft es rund.
Bei Easyjet läuft es rund.(Foto: picture alliance / dpa)

Jahresprognose erhöht: Easyjet profitiert von Air-France-Problemen

Des einen Freud ist des anderen Leid: Der Billigflieger Easyjet vermeldet zum Ende seines Geschäftsjahres deutlich mehr Passagiere. Ein Grund ist die Streikwelle bei der Air France. Die Easyjet-Aktionäre dürfen sich auf eine höhere Dividende freuen.

Der jüngste Streik bei Air France hat mindestens einen Gewinner: Easyjet. Die Billigfluglinie hatte im Endspurt des Geschäftsjahres einen solchen zusätzlichen Zustrom an Passagieren, dass der Jahresgewinn höher ausfällt als gedacht. Nach ersten Schätzungen taxiert Easyjet den Gewinn vor Steuern auf 575 bis 580 Millionen Britische Pfund. In Aussicht gestellt hatte Easyjet zuvor lediglich 545 bis 570 Millionen Pfund. Das Geschäftsjahr der Billigairline endet am 30. September.

Das gute Spätsommergeschäft ließ den Umsatz je Sitz wechselkursbereinigt um 2 Prozent steigen. Den Effekt des Streiks der Piloten beim Wettbewerber Air France bezifferte Easyjet mit 5 Millionen Pfund Zusatzumsatz. Allein im September legte die Passagierzahl um 7,5 Prozent auf 5,7 Millionen zu.

Für die Briten läuft es derzeit ohnehin rund: Die Fluggesellschaft will deshalb ihre Dividende um mehr als 20 Prozent erhöhen und weitere Airbus-Maschinen zu kaufen, wie sie schon vor zwei Woche angekündigt hat. Darin spiegelt sich die anhaltende Stärke der europäischen Billigfluganbieter insgesamt.

Flotte wächst weiter

Beim Hersteller Airbus hat Easyjet 27 weitere Maschinen des Typs A320 in Auftrag gegeben, die zwischen dem kommenden Jahr und 2018 ausgeliefert werden sollen. Der Deal hat nach Listenpreisen einen Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Allerdings erhalten Kunden üblicherweise hohe Rabatte.

Easyjet hatte im vergangenen Jahr den Kauf von 100 A320neo-Jets vereinbart, sparsameren Modellen mit neuen Triebwerken, die Airbus ab dem kommenden Jahr ausliefern will. Mit dem Kauf weiterer Maschinen wird die Flotte bis zum Jahr 2019 auf 304 Maschinen wachsen von derzeit 226.

Die Aktionäre sollen als Dividende 40 Prozent des Gewinns nach Steuern für das gerade beendete Geschäftsjahr erhalten, zuletzt waren es 33 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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