Wirtschaft
Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann hat die Exklusivität der Gespräche mit Easyjet aufgehoben.
Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann hat die Exklusivität der Gespräche mit Easyjet aufgehoben.(Foto: dpa)
Freitag, 20. Oktober 2017

Verhandlungen gehen weiter: Easyjet und Air Berlin sind noch uneins

Seit einem Monat verhandelt die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin mit Easyjet über den Verkauf von 25 Maschinen - doch die Gespräche kommen nicht recht voran. Air-Berlin-Chef Winkelmann könnte auf andere Interessenten zugehen. Ein Kandidat ist Condor.

In den Verkaufsverhandlungen bei Air Berlin könnten angesichts zäher Gespräche mit Easyjet nun weitere Bieter ins Spiel kommen. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann kündigte an, über das Wochenende weiter zu verhandeln, hob zugleich aber wie geplant die Exklusivität der Easyjet-Gespräche auf. Damit wird es möglich, parallel Verhandlungen mit weiteren Interessenten zu führen, etwa dem Ferienflieger Condor.

Air Berlin verhandelt seit einem Monat mit Easyjet. Ob eine Einigung noch möglich ist, bleibt offen. Für den Gläubigerausschuss an Dienstag kündigte Winkelmann lediglich an, den Stand der Dinge zusammenzufassen und Entscheidungsvorlagen zu erstellen. Air Berlin verhandelte zuletzt mit Easyjet über die Übernahme von 25 Maschinen am Standort Berlin.

Am Freitag endete die Bieterfrist für die Tochterunternehmen Air Berlin Technik und Leisure Cargo. Air Berlin nannte in einer Stellungnahme keine Bieter. Der Berliner Logistiker Zeitfracht soll aber gut im Rennen um die beiden Töchterunternehmen liegen. Ein Zeitfracht-Sprecher hatte am Donnerstag dazu gesagt: "Die aussichtsreichen Verhandlungen sind weit fortgeschritten." Air Berlin lehnte einen Kommentar ab.

Der Bereich hat rund 1200 Beschäftigte, was umgerechnet etwa 850 Vollzeitstellen entspricht. Die größten Standorte sind Berlin, Düsseldorf und München. Die Frist wurde mehrfach verlängert, damit Interessenten sich mit Käufern von anderen Unternehmensteilen der Air Berlin abstimmen und Aufträge zur Wartung von deren Flugzeugen aushandeln können.

Quelle: n-tv.de

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