Wirtschaft
Ist 4,2 Milliarden Dollar "ärmer" als im Vorjahr, kann aber trotzdem noch lachen: Multimilliardär Bill Gates.
Ist 4,2 Milliarden Dollar "ärmer" als im Vorjahr, kann aber trotzdem noch lachen: Multimilliardär Bill Gates.(Foto: dpa)

"Forbes"-Liste der Superreichen: Ein Spanier nähert sich Bill Gates

Wer ist der reichste Mensch der Welt? Zum 30. Mal in Folge legt das US-Magazin "Forbes" die berühmte Rangliste der wohlhabendsten Multi-Milliardäre vor. An der Spitze tauchen vertraute Namen auf. Größter Gewinner ist ein 31-jähriger Jungunternehmer.

Das Geschäft mit Online-Werbung und privaten Daten aus sozialen Netzwerken zahlt sich aus: Im Ranking der finanzstärksten Milliardäre der Welt springt Facebook-Chef Mark Zuckerberg in diesem Jahr um volle zehn Plätze nach oben. Zuckerbergs Vermögen stieg laut Berechnung des US-Magazins "Forbes" im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Milliarden Dollar auf aktuell 44,6 Milliarden Dollar. Umgerechnet entspricht das einer Summe von rund 41,0 Milliarden Euro.

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Der 31-jährige Facebook-Gründer ist damit aber bei weitem nicht der reichste Mann der Welt. Mit diesem Titel kann sich in diesem Jahr wieder Microsoft-Mitgründer Bill Gates schmücken. Obwohl sein Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Milliarden Dollar auf nun nur noch 75 Milliarden Dollar (69 Milliarden Euro) schrumpfte, konnte sich Gates auf Platz 1 der "Forbes"-Liste halten. Der langjährige Microsoft-Chef ist mit der Position an der Spitze vertraut: Er führte das Ranking der Superreichen in 17 der letzten 22 Jahre an.

Neu unter den ersten Zehn taucht neben Zuckerberg auch der Name von Amazon-Chef Jeff Bezos auf. Der 52-jährige US-Manager kommt in diesem Jahr den Schätzungen von "Forbes" zufolge auf einen Vermögenszuwachs von 10,4 Milliarden auf 45,2 Milliarden Dollar, was ihm einen Sprung von Rang 15 auf Rang 5 bescherte.

Zara-Boss auf Platz 2

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Veränderungen gab es auch auf Platz 2 hinter Bill Gates: Hier schob sich der spanische "Zara"-Boss Amancio Ortega vor. Der 79-jährige Textil-Magnat erhöhte sein Vermögen laut "Forbes" um 2,5 auf 67 Milliarden Dollar. Dahinter folgen mit 60,8 und 50 Milliarden Dollar der US-Starinvestor Warren Buffett und der um zwei Plätze abgerutschte mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim.

Buffett und Slim büßten deutlich ein - mit einem Rückgang um 27,1 Milliarden war Slim der größte Verlierer unter den Superreichen. Zumindest gilt das für den Stichtag der Erhebung, den 12. Februar 2016. Durch Kursveränderungen an den Börsen und andere dynamische Einflüsse können sich die Vermögensverhältnisse an der Weltspitze seitdem erheblich verändert haben, wie das US-Magazin betont.

28 Milliardäre aus Deutschland

Insgesamt zählte "Forbes" 1810 Milliardäre nach 1826 im Vorjahr. Das Vermögen, auf das es die Superreichen gemeinsam bringen, schrumpfte von 7,05 auf 6,48 Billionen Dollar. Es gab 198 Newcomer in der Liste. Mit 70 neuen Milliardären kommen die meisten davon aus China. 32 Amerikaner und 28 Deutsche kamen dazu.

Insgesamt listet "Forbes" 120 Milliardäre aus Deutschland auf - nur die USA und China stellen mehr superreiche Einwohner. Die Anzahl der Frauen im Ranking sank zum Vorjahr von 197 auf 190 - das weibliche Geschlecht bleibt damit in der Auswahl der Superreichen weiter dramatisch unterrepräsentiert.

Die einmal jährlich in der Printausgabe veröffentlichte Rangliste wird online laufend fortgeschrieben und aktualisiert. Das Ranking basiert auf Schätzungen der Redaktion des Magazins. Dazu werden Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Kunstgegenstände oder auch Luxusgüter wie Yachten bewertet. Die Zahlen erheben keinen Anspruch auf volle Genauigkeit, weil die meisten Informationen aus öffentlichen Quellen stammen und nicht alle Reichen darüber hinaus zur Zusammenarbeit bereit sind. Aussagekraft bietet die Zusammenstellung daher vor allem als "Schnappschuss" zur Vermögensentwicklung im Spitzensegment der Superreichen.

(Hinweis für Mobilnutzer: Die Infografik zur "Forbes"-Rangliste finden Sie hier.)

Quelle: n-tv.de

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