Wirtschaft
Das Weihnachtsgeschäft lief für die Einzelhändler besser als erwartet. Nur der Umsatz mit Textilien sank aufgrund der milden Temperaturen.
Das Weihnachtsgeschäft lief für die Einzelhändler besser als erwartet. Nur der Umsatz mit Textilien sank aufgrund der milden Temperaturen.

Gutes Weihnachtsgeschäft : Einzelhändler verbuchen Umsatzplus in 2014

Rekordbeschäftigung und höhere Löhne bescheren dem deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung. Wider Erwarten trägt auch das Weihnachtsgeschäft das Seinige dazu bei. Die Kauflaune der Verbraucher ist ungebrochen.

Die deutschen Einzelhändler haben ihren Umsatz 2014 angesichts der Rekordbeschäftigung und höherer Löhne merklich gesteigert. Er dürfte um 1,6 Prozent zugelegt haben, schätzte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Nach Abzug von Preissteigerungen ging es real um 1,2 Prozent nach oben. In den beiden Vorjahren hatte es lediglich zu einem realen Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gereicht. "Wir sind ganz zufrieden", sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Stefan Hertel. Die Aussichten sind auch dank fallender Ölpreise gut: Sie dürften die Verbraucher um viele Milliarden Euro entlasten.

Zum Auftakt des wichtigen Weihnachtsgeschäfts lief es für die Einzelhändler besser als erwartet. Im November stieg der Umsatz real um 1,0 Prozent zum Vormonat. Ökonomen hatten nur stagnierende Einnahmen erwartet. Besonders gut gingen die Geschäfte im Internet- und Versandhandel sowie in Apotheken und mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten.

Kauflaune so gut wie seit acht Jahren nicht mehr

"Wir sind mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden", erklärte der Chef des für seine Parfümerien bekannten Handelskonzerns Douglas, Henning Kreke. Der Online-Händler Amazon sprach von seiner "bisher besten Weihnachtssaison" in Deutschland. Dagegen sank der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren deutlich. "Grund waren die milden Temperaturen, weshalb Mäntel, dicke Pullover und Mützen nicht so sehr gefragt waren", sagte HDE-Experte Hertel.

Die Kauflaune der Verbraucher ist derzeit so gut wie seit acht Jahren nicht mehr, fand die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei ihrer Umfrage heraus. Dazu tragen auch die fallenden Ölpreise bei. "Die Kunden müssen weniger für Energie bezahlen, ihnen steht dafür mehr Geld für den Konsum zur Verfügung", sagte HDE-Experte Hertel. Nach Prognosen der Analysten von UniCredit dürften Verbraucher und Unternehmen in diesem Jahr wegen der fallenden Ölpreise um etwa 30 Milliarden Euro entlastet werden. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) spricht von rund 20 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de

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