Wirtschaft
Nicht unterkriegen lassen: Das inoffizielle US-Motto gilt auch für den Einzelhandel.
Nicht unterkriegen lassen: Das inoffizielle US-Motto gilt auch für den Einzelhandel.(Foto: picture alliance / dpa)

Geschäfte vom Winde verweht: Einzelhandel leidet unter "Sandy"

Der für die US-Wirtschaft so wichtige Einzelhandel schwächelt. Schuld sind der Hurrikan "Sandy" und dessen Folgen. Aber der Sturm liefert auch einen Hoffnungsschimmer: Volkswirte rechnen damit, dass es bald wieder aufwärtsgehen wird.

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Die US-Einzelhändler haben die Folgen des Hurrikans "Sandy" mit Umsatzeinbußen zu spüren bekommen. Die Geschäfte hatten im Oktober 0,3 Prozent weniger in den Kassen als im September, wie das Handelsministerium mitteilte. Dies war das erste Minus binnen drei Monaten. Insbesondere beim Autokauf hielten sich viele Bewohner der dicht besiedelten Ostküste und des Hinterlandes zurück, wo der Sturm eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Klammert man den Autosektor aus, stagnierten die Umsätze im Vergleich zum Vormonat. Experten erwarten, dass die Umsätze schon nächsten Monat wieder zulegen.

"Es werden schließlich Materialien für den Wiederaufbau nach den Sturmschäden benötigt", sagt Ökonom John Brady von R.J. O'Brien & Associates in Chicago. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt.

Volkswirt Bernd Hartmann von der VP Bank rechnet damit, dass es trotz des sturmbedingten Durchhängers bald wieder aufwärtsgeht: "Die grundlegende Konsumlaune der Haushalte dürfte weiterhin nach oben zeigen." Insbesondere die positiven Meldungen vom Immobilienmarkt könnten die Kauflust steigern. Zudem dürfte der Sturm dem Autohandel neue Kunden bescheren: Die Branche schätzt, dass wegen der schweren Wetterschäden rund eine Viertel-Million Autos in die Schrottpresse wandert.

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Quelle: n-tv.de

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