Wirtschaft
Fast vier Prozent weniger als im Februar 2012: Waren- und Kaufhäuser verlieren Umsatz.
Fast vier Prozent weniger als im Februar 2012: Waren- und Kaufhäuser verlieren Umsatz.(Foto: dapd)

Immun gegen alle Euro-Sorgen?: Einzelhandel steigert Umsatz

Für Konjunkturexperten ist es ein starkes Signal zur deutschen Binnennachfrage: Im Einzelhandel geht es nach dem starken Jahresstart im Februar anders als erwartet weiter nach oben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sehen die Daten allerdings ganz anders aus.

Die deutschen Einzelhändler haben ihren Aufwärtstrend im Februar überraschend fortgesetzt. Sie hatten 0,5 Prozent mehr in den Kassen als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Preisbereinigt (real) blieb ein Plus von 0,4 Prozent übrig, nachdem es im Januar mit 3,0 Prozent den stärksten Zuwachs seit mehr als sechs Jahren gegeben hatte. Im Vorfeld befragte Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang um 1,0 Prozent erwartet.

Verglichen mit Februar 2012 fiel der Umsatz um 1,0 und real sogar um 2,2 Prozent. Allerdings gab es diesmal auch einen Verkaufstag weniger. Waren- und Kaufhäuser mussten mit 3,8 Prozent die größten Einbußen verkraften. Die Geschäfte mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten wuchsen dagegen mit 2,0 Prozent am stärksten.

Januar und Februar zusammengenommen lagen die Einnahmen um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Branchenverband HDE erwartet im Gesamtjahr ein Plus von 1,0 Prozent.

Trotz der wiederaufgeflammter Euro-Krise bleiben die Verbraucher anscheinend in Kauflaune: Das Konsumklima bleibt im April stabil, ermittelte die Nürnberger GfK bei ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern. Das entsprechende Barometer verharrte bei 5,9 Punkten.

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Quelle: n-tv.de

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