Dienstag, 01. September 2009
Auf aufsteigendem Ast: Einzelhandel über Erwartungen
Die Einzelhändler in Deutschland haben im Juli ihren Umsatz etwas gesteigert. Die Erlöse lagen um 0,1 Prozent höher als im Juni, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Bereinigt um Preisschwankungen (real) hatten die Händler sogar 0,7 Prozent mehr in den Kassen. Experten hatten hier mit einem Wachstum um 0,6 Prozent gerechnet.
Im Vergleich zum Juli 2008 gaben die Umsätze dagegen um 2,3 Prozent nach, real lag das Minus bei 1,0 Prozent. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage. Den stärksten Einbruch hatten binnen Jahresfrist die Internet- und Versandhändler zu verschmerzen; hier sank der Umsatz preisbereinigt um 8,6 Prozent.
Auch um Waren- und Kaufhäuser machten die Kunden einen Bogen. Besser als vor Jahresfrist lief es dagegen bei Bekleidungshändlern, die 2,2 Prozent mehr Umsatz machten.
In den ersten sieben Monaten sanken die Einzelhandelsumsätze um 2,3 Prozent, preisbereinigt liegt das Minus bei 2,0 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Branchenverband HDE einen Umsatzrückgang von etwa zwei Prozent, obwohl das von den GfK-Marktforschern ermittelte Konsumklima für September auf ein Jahreshoch gestiegen war. Der HDE befürchtet vor allem im Herbst Rückschläge, sollte die Arbeitslosigkeit wie weithin erwartet spürbar steigen.
wne/rts
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