Heißere Öfen, schnellere BänderEnBW verdient mehr
Das Wiedererwachen der deutschen Wirtschaft aus dem Konjunkturschlummer können die Techniker des baden-württembergischen Stromkonzerns EnBW an ihren Zählern ablesen: Der Strombedarf steigt, Umsatz und Gewinn springen an.
Die gestiegene Energienachfrage infolge des Aufschwungs hat dem Stromkonzern EnBW im ersten Halbjahr ein Umsatz- und Gewinnplus gebracht. Wie der drittgrößte deutsche Energiekonzern am Freitag in Karlsruhe mitteilte, stieg das bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) um 8,6 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich um 9,3 Prozent auf 696,5 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz lag bei 8,95 Milliarden Euro (plus 9,5 Prozent). Allerdings sieht Konzernchef Hans-Peter Villis für die Zukunft "nicht unerhebliche energiepolitische Risiken". Allein die von der Bundesregierung beabsichtigte Besteuerung von Brennelementen in Atomkraftwerken würde die EnBW seinen Angaben zufolge mit bis zu 700 Millionen Euro jährlich belasten. Damit könne ein wirtschaftlicher Betrieb der Atommeiler "perspektivisch gefährdet sein", warnte er.