Wirtschaft

Schwaches deutsches WachstumEnde der Rezession

14.09.2009, 11:29 Uhr

Nach Angaben der EU-Kommission wird die deutsche Wirtschaft weiter wachsen. Damit hat sie die schwerste Rezession in der Nachkriegsgeschichte überwunden. Für das Gesamtjahr rechnen die EU-Experten mit einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaft um 5,1 Prozent.

TOLLERORT
Hamburg Hafen, Terminal Tollerort: Erholung auf niedrigem Niveau. (Foto: REUTERS)

Deutschland hat nach Einschätzung der EU-Kommission die Rezession überwunden. Im weiteren Jahresverlauf werde die größte Volkswirtschaft Europas weiter wachsen, wenn auch nur schwach, teilte die EU-Behörde in einer aktuellen Konjunkturprognose mit.

Nach einem Plus von 0,3 Prozent im zweiten Quartal soll die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,7 Prozent und im vierten Quartal um 0,1 Prozent zulegen. Im ersten Vierteljahr hatte es mit minus 3,5 Prozent gegenüber den drei Vormonaten den schlimmsten Einbruch der Nachkriegszeit gegeben.

Für das Gesamtjahr rechnen die EU- Konjunkturexperten damit, dass die Wirtschaft um 5,1 Prozent schrumpfen wird - das ist eine Verbesserung von 0,3 Punkten gegenüber der Prognose vom Mai.

Kleiner Lichtblick für Europa

Auch die Konjunktur in Europa erholt sich nach dem dramatischen Einbruch wieder. Die Konjunkturprogramme der EU-Staaten und die Reparatur des Finanzsektors müssten aber fortgesetzt werden, da das Wachstum schwach bleibe, teilte die EU-Kommission mit. Die EU-Währungshüter rechnen unverändert damit, dass die Wirtschaft der Eurozone und der gesamten EU im laufenden Jahr jeweils um vier Prozent schrumpfen wird, da der Einbruch zu Jahresbeginn schlimmer war als angenommen. Die Inflation bleibe auf sehr niedrigem Niveau.

In großen Volkswirtschaften wie Deutschland oder Frankreich läuft die Erholung besser als zunächst erwartet. Dagegen wird Spanien in diesem Jahr nicht mehr den Sprung aus der Rezession schaffen.

Quelle: wne/dpa