Wirtschaft
Dividenden-Zeit:  Hauptversammlungen müssen die vorgeschlagenen Ausschüttungen absegnen.
Dividenden-Zeit: Hauptversammlungen müssen die vorgeschlagenen Ausschüttungen absegnen.(Foto: picture alliance / dpa)

700 Millionen Euro weniger: Energiewende frisst Dividendenrekord

Die 30 Dax-Konzerne schütten für das vergangene Jahr fast 27 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner aus. Doch erstmals seit 2009 sinkt die Gesamtsumme. Denn zwei Unternehmen müssen den Gürtel enger schnallen - doch es geht noch schlimmer.

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Die Energiewende hat nach einer Studie einen Rekord-Geldregen für Aktionäre verhindert: Deutschlands Top-Konzerne wollen für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 26,9 Milliarden Euro drei Prozent weniger an ihre Anteilseigner ausschütten als im Vorjahr, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht. Grund seien vor allem starke Kürzungen bei den beiden Energieversorgern Eon und RWE. Unter dem Strich erhalten Anteilseigner damit 700 Millionen Euro weniger.

Die beiden besonders unter der Energiewende leidenden Konzern wollen nach 3,33 Milliarden Euro im Vorjahr nun noch 1,76 Milliarden Euro ausschütten. Auch die Deutsche Telekom - im Vorjahr noch größter Dividendenzahler im Dax - überweist nach 3,01 Milliarden Euro nun mit 2,22 Milliarden Euro deutlich weniger an ihre Aktionäre.

18 von 30 stocken auf

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Doch die Anteilseigner der meisten der 30 deutschen Börsenschwergewichte können sich freuen: 18 Unternehmen zahlen mehr Dividende als 2013, nur fünf zahlen weniger. "Das zeigt, dass die Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken und sich auf der Erfolgsspur sehen", sagte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young.

Allerdings gehen auch wieder einige Aktionäre leer aus: Wie im Vorjahr zahlen etwa die teilverstaatlichte Commerzbank und der angeschlagene Stahlkonzern ThyssenKrupp nichts. Dafür beendet die Lufthansa die Nullrunde für die Anteilseigener. Trotz des mageren Gewinns werden 45 Cent pro Aktie überwiesen.

Besonders üppig fällt in diesem Jahr der Geldregen bei Siemens aus: Der Elektrokonzern will den Angaben zufolge mehr als 2,53 Milliarden Euro ausschütten. Auf den Plätzen folgen BASF (2,48 Milliarden Euro) und die Allianz (2,42 Milliarden Euro). Über den höchsten Anstieg kann sich freuen, wer Papiere von Henkel im Depot hat. Die Dividende steigt auf Jahressicht um 29 Prozent. Bei HeidelbergCement sind es 28 und bei der Allianz 19 Prozent.

K+S-Aktionäre müssen stark sein

Den stärksten Rückgang indes müssen die Anteilseigner des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S hinnehmen. Angesichts des Gewinneinbruchs und der mauen Aussichten wird die Ausschüttungssumme laut der Erhebung um 82 Prozent - von 268 Millionen auf 48 Millionen Euro - zusammengestrichen.

Da die Konzernergebnisse im Geschäftsjahr 2013 stärker gesunken seien als die Dividenden, steige die Gesamt-Ausschüttungsquote von 43 auf 45 Prozent, rechneten die Experten vor. "Eine wichtige Rolle dürfte bei den Dividendenentscheidungen die Verbesserung der Lage in der Eurozone gespielt haben", sagte Harms. Dass sich die Eurozone wieder auf Wachstumskurs befinde, werde sich 2014 positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken - und auch auf die Höhe der Dividenden.

Quelle: n-tv.de

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