Wirtschaft
Ab Montag soll bei Eon gestreikt werden.
Ab Montag soll bei Eon gestreikt werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Unbefristeter Arbeitskampf ausgerufen: Eon reagiert auf Streiks

In der Tarifauseinandersetzung bei Eon kommt wieder Bewegung. Nachdem die Gewerkschaften die Mitarbeiter des Versorgers zum unbefristeten Arbeitskampf aufgerufen haben, will der Versorger noch vor dessen Beginn an den Verhandlungstisch zurück. Auch in der Energieerzeigung soll die Arbeit ruhen.

Nach dem deutlichen Ja der Eon-Mitarbeiter zu einem Streik fordert der Energiekonzern neue Verhandlungen. "Wir hoffen sehr, dass wir noch vor Beginn eines möglichen Streiks an den Verhandlungstisch zurückkehren und eine für beide Seiten tragbare Lösung erreichen können", sagte Eon-Personalvorstand Regine Stachelhaus. Eon habe immer wieder deutliche Kompromiss- und Bewegungsbereitschaft erklärt. "Wir müssen jetzt dringend weiter miteinander sprechen und eine Lösung finden, die einen Streik vermeidet."

Der Konzern reagiert damit auf das Ergebnis einer Urabstimmung, auf der sich 91,4 Prozent der Mitglieder für den Arbeitskampf ausgesprochen haben. Damit sei die notwendige Schwelle von 75 Prozent "deutlich übertroffen" worden, teilten die Gewerkschaften Verdi und IG BCE mit. Auch in der Energieerzeugung solle die Arbeit niedergelegt werden.

Das Abstimmungsergebnis zeige, dass die in der Gewerkschaft organisierten Eon-Mitarbeiter bereit seien, für höhere Löhne und Gehälter sowie für Verbesserungen bei der Übernahme von Auszubildenden zu kämpfen, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Die Arbeitgeber hätten bis zum Schluss kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

Gestreikt werden solle sowohl im Bereich derEnergieerzeugung  als auch im Kundenservice und der Abrechnung, teilte Verdi mit. Fernwärmelieferungen würden jedoch aufrechterhalten, so dass Kunden "nicht befürchten müssten, dass sie im Kalten sitzen".

Verdi fordert zusammen mit der Industriegewerkschaft Bauen, Chemie, Energie für die 30.000 Eon-Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Gehalt und für die Auszubildenden nach einem erfolgreichen Abschluss eine Weiterbeschäftigung für mindestens ein Jahr. Zudem sollen ab 2015 mindestens 250 Azubis unbefristet übernommen werden. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde Lohnerhöhungen von 1,7 Prozent angeboten, die Tarifkommission erklärte die Verhandlungen daraufhin für gescheitert.

Quelle: n-tv.de

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