Einbrüche im MobilfunkmarktEricsson verliert an Höhe

Die abgeschwächte Weltkonjunktur macht dem weltgrößten Telekomausrüster Ericsson nicht ganz so stark zu schaffen wie erwartet. Der Zwischenbericht zum abgelaufenen Quartal bleibt nah an den Erwartungen. Der Gewinn bricht ein. Die Schweden stampfen ein neues Sparprogramm aus dem Boden.
Der schwedische Telekommunikationskonzern Ericsson hat
im dritten Quartal die gebremste Investitionsfreude der Branche zu spüren bekommen
und einen Gewinneinbruch erlitten.
Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um zwei Prozent auf 54,6 Mrd. Schwedische Kronen, wie das
Unternehmen mit Sitz in Stockholm mitteilte. Umgerechnet entspricht das einer Summe von 6,29 Mrd. Euro. Damit lag Ericsson nur geringfügig
unter der Marktprognose.
Der Überschuss brach hingegen um knapp die Hälfte auf 2,2
Mrd. Kronen (rund 253 Mio. Euro) ein. In der wichtigen Netzwerksparte machte dem Konzern ein schwächeres
Geschäft in China, Korea und Teilen Europas zu schaffen. Die Erlöse rutschten hier um
17 Prozent ab. Das Unternehmen kündigte ein Sparprogramm
an, um sich für den konjunkturellen Abschwung zu wappnen.
Der Betriebsgewinn ohne
Berücksichtigung der defizitären Gemeinschaftsunternehmen fiel im dritten Quartal auf 3,7 Mrd. Kronen (rund 426 Mio. Euro). Mit dieser Kennzahl übertraf der Konzern die
durchschnittlichen Erwartungen von Analysten, die einen Rückgang auf 3,4
Mrd. Kronen befürchtet hatten.
Die unsichere Konjunkturlage macht dem weltgrößten Telekomausrüster
damit insgesamt weniger stark zu schaffen als erwartet. Ericsson zählt vor allem Mobilfunkunternehmen zu seinen Kunden. Die Telekomanbieter
investierten 2011 kräftig in ihre Netze, um den zunehmenden Datenverkehr durch Smartphones
und Tablet-PCs zu stemmen.
Seit Ende vergangenen Jahres halten sich die Schwergewichte der Branche aber mit
weiteren Ausgaben zurück. Nicht nur die schwächere Konjunktur, auch der harte Wettbewerb
macht den Mobilfunkern zu schaffen.