Das nächste Problem?Erzeugerpreise steigen stark

Die gestiegenen Spritpreise als schlechtes Omen: Im Juli überraschen die Erzeugerpreise in Deutschland negativ - zum Juni klettern sie ebenso unerwartet deutlich wie im Vorjahresvergleich. Als Preistreiber erweisen sich einmal mehr die gestiegenen Energiekosten.
Der Preisdruck auf der Ebene der Produzenten in Deutschland ist im Juli entgegen den Erwartungen deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 5,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Volkswirte hatten dagegen eine Abschwächung der Jahresteuerung auf 5,3 Prozent von 5,6 Prozent im Vormonat prognostiziert.
Gegenüber dem Vormonat stiegen die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent. Ökonomen hatten eine gleichbleibende Monatsrate von plus 0,1 Prozent erwartet. Die Erzeugerpreise in Deutschland sind seit Ende 2009 stark gestiegen.
Wie die Statistiker weiter mitteilten, war die Preissteigerung für Energie im Juli mit einem Plus von 10,6 Prozent für gut die Hälfte der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich. Gegenüber Juni stiegen die Energiepreise um 1,9 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im Juli um 3,8 Prozent höher als im Juli 2010 und um 0,2 Prozent höher als im Juni 2011.
Die Entwicklung derErzeugerpreise gilt wie die Entwicklung der Großhandelspreise als Indikator für die Entwicklung der Verbraucherpreise.