Wirtschaft
Spanien leitet trotz des jüngsten Aufschwungs unter mehr als 22 Prozent Arbeitslosigkeit.
Spanien leitet trotz des jüngsten Aufschwungs unter mehr als 22 Prozent Arbeitslosigkeit.(Foto: picture alliance / dpa)

Starkes Gefälle zwischen Ländern: Euro-Arbeitslosigkeit auf Dreijahres-Tief

Nach wie vor ist die Arbeitslosigkeit im Euroraum auf einem extrem hohen Niveau. Doch langsam macht sich die verbesserte Konjunktur auch am Arbeitsmarkt bemerkbar. Einen besonderen Platz nimmt Deutschland ein.

Die Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern ist im April auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Die Quote betrug 11,1 Prozent nach 11,3 Prozent im März, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Zuletzt hatte die Quote im Februar 2012 niedriger gelegen, damals mit 10,9 Prozent. Im April hatten in den 19 Ländern mit der Gemeinschaftswährung knapp 17,85 Millionen Männer und Frauen keinen Job.

Das Gefälle zwischen den einzelnen Euro-Ländern bleibt aber groß: In Deutschland ist die - nach einheitlichem EU-Standard berechnete - Arbeitslosenquote mit 4,7 Prozent am geringsten. In Griechenland hingegen liegt sie bei 25,4 Prozent (im März), in Spanien bei 22,7 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit lag den Angaben zufolge im April in der Eurozone bei 22,3 Prozent und in der gesamten EU bei 20,7 Prozent. In Griechenland waren demnach zuletzt weiter mehr als die Hälfte der jungen Erwerbsbevölkerung unter 25 Jahren ohne Job (50,1 Prozent im Februar).

Die Konjunktur im Währungsraum hat zuletzt an Schwung gewonnen. Die Industriestaaten-Organisation OECD erwartet in diesem Jahr ein Wachstum von 1,4 und für 2015 von 2,1 Prozent. 2014 hatte es nur zu einem Plus von 0,9 Prozent gereicht. Die Belebung kommt in der Regel aber erst zeitverzögert am Jobmarkt an.

Quelle: n-tv.de

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