Freitag, 13. November 2009
Statistiker messen Wachstum: Euro-Zone erhebt sich
Nun ist es offiziell: Die Volkswirtschaften der Eurozone lassen die Rezession hinter sich. Das Bruttoinlandsprodukt der 16 Euro-Länder steigt um 0,4 Prozent. Hätten die Briten das Pfund bereits aufgegeben, wäre das Wachstum wohl schwächer ausgefallen.Im Vergleich zum Vorquartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 16 Ländern des Währungsraums im dritten Quartal um 0,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat in einer Schnellschätzung mit. EU-weit stieg das BIP um 0,2 Prozent.
Im zweiten Quartal hatte die Wachstumsrate noch bei minus 0,2 Prozent in der Eurozone und bei minus 0,3 Prozent in der Gesamtheit der Länder der Europäischen Union gelegen.
Volkswirte sprechen von einer Rezession, wenn das BIP mehrere Quartale hintereinander schrumpft. Getroffen von der weltweiten Wirtschaftskrise verzeichnete die Eurozone im vierten Quartal 2008 ein Minus von 1,8 Prozent, im ersten Jahresviertel 2009 ein Minus von 2,5 Prozent und im zweiten Vierteljahr ein Minus von 0,2 Prozent. In der EU waren es jeweils minus 1,9 Prozent, minus 2,4 Prozent und minus 0,3 Prozent.
Im Vorjahresvergleich ist das saisonbereinigte BIP im dritten Quartal in der Eurozone allerdings um 4,1 Prozent geschrumpft. In der Europäischen Union mit 27 Mitgliedstaaten fiel die Wirtschaftsleistung um 4,3 Prozent. Im zweiten Quartal lag der Rückgang auf Jahressicht noch bei 4,8 Prozent im Euroraum und 4,9 Prozent in der EU - damit hat sich der Abwärtstrend verlangsamt.
dpa
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