Wirtschaft

Auch VW mit deutlichem Plus: Europas Automarkt setzt Aufschwung fort

Die Affäre um manipulierte Diesel-Abgaswerte bei VW trübt im September die Freude am Autokaufen nicht. In der EU wächst der Automarkt zum 25. Mal in Folge. Hohe Wachstumsraten sind an der europäischen Peripherie zu verzeichnen.

Die Autohersteller können sich über eine weiterhin robuste Nachfrage in der EU sowie in Island, Norwegen und der Schweiz freuen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg im September in den 31 Ländern um 9,8 Prozent auf 1,394 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA mitteilte. Der Fahrzeugmarkt wuchs damit den 25. Monat in Folge. Kumuliert legten die Neuzulassungen von Januar bis September um 8,8 Prozent zu. Damit lag der September noch etwas über dem Durchschnitt.

Hohe Wachstumsraten waren vor allem an der Peripherie Europas zu beobachten, wo die Verbraucher nach der Krise einen Nachholbedarf haben. So legten Spanien und Irland um 23 Prozent, Portugal sogar um 30 Prozent zu. In Deutschland wurden dagegen nur 4,8 Prozent mehr Pkw neu zugelassen.

Der Abgas-Skandal bei Volkswagen schlug sich noch nicht erkennbar auf die Zahlen des Wolfsburger Konzerns nieder. Die Manipulation von Abgastests war auch erst gegen Ende des Monats an die Öffentlichkeit gelangt. Fahrzeuge der Marke VW wurden im September sechs Prozent häufiger neu angemeldet. Kumuliert im bisherigen Jahresverlauf lag das Plus bei 7,6 Prozent. Konzernweit schaffte Volkswagen inklusive seiner Marken wie Audi, Skoda und Seat im September sogar ein höheres Wachstum als im bisherigen Jahresverlauf.

Zuwächse erzielten insbesondere die Premiumautobauer BMW und Daimler mit knapp 17 und 19 Prozent mehr Neuzulassungen. Auch die japanischen Hersteller schlugen sich gut, allen voran Mazda. Die Franzosen und Opel lagen dagegen unter dem Marktdurchschnitt.

Quelle: n-tv.de

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