Wirtschaft
Mehr als 800 Milliarden Euro an notleidenden Krediten.
Mehr als 800 Milliarden Euro an notleidenden Krediten.(Foto: imago/Westend61)

Problemkredite belasten stark: Europas Banken leiden immer noch

Die europäischen Banken kommen einer Studie zufolge nicht von ihren problematischen Krediten runter. Besonders in Südeuropa befänden sich die Geldinstitute unter enormem Druck. Die US-Banken seien schon deutlich weiter.

Die Banken in Europa sitzen einer Studie zufolge noch immer auf einem riesigen Berg von Problemkrediten. Laut Berechnungen der Anwaltskanzlei Linklaters liegen bei den Geldinstituten notleidende Kredite im Volumen von 826 Milliarden Euro in den Bilanzen. Das seien nur 15 Milliarden Euro weniger als 2014, teilten die Experten mit.

Besonders in südeuropäischen Ländern wie Portugal, Griechenland, Italien und Zypern dürften Banken deshalb weiter unter Druck geraten. Die Problemkredite bremsten die Rentabilität der Institute und hemmten das Vertrauen der Märkte.

In den USA sind die Geldhäuser nach Einschätzung der Experten von Linklaters schon deutlich weiter mit dem Abbau ausfallgefährdeter Darlehen. Institute in Europa müssten weitere 400 Milliarden Euro Problemkredite verkaufen, um das Niveau der US-Banken zu erreichen. Grund dafür seien unter anderem bessere Aufsichtsstrukturen in den USA. Die dortigen Behörden hätten den Banken detaillierte Anleitungen zum Umgang mit Abschreibungen an die Hand gegeben, was den Abbau der Kredite begünstigt habe.

Doch auch die Europäische Zentralbank (EZB) arbeite daran, den Problemkrediten Herr zu werden. "Mit der nun eingesetzten Arbeitsgruppe zum Umgang mit diesen Darlehen werden wir erleben, dass sie die national zuständigen Behörden und Banken noch stärker als in der Vergangenheit in die Pflicht nehmen wird", erklärte Linklaters-Partner Andreas Steck.

Quelle: n-tv.de

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