Wirtschaft
Italien kann dem europaweiten Trend nicht folgen.
Italien kann dem europaweiten Trend nicht folgen.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Schlote qualmen: Europas Industrie floriert - fast überall

Die Industriebetriebe in Europa melden eine höhere Produktion als noch im Monat zuvor. Ökonomen sind davon positiv überrascht. Doch es gibt auch Sorgenkinder.

Die Industrie in der Eurozone hat im Juli ihren Ausstoß spürbar erhöht. Die Prognosen von Ökonomen wurden damit deutlich übertroffen. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, stieg die Produktion im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 1,0 Prozent und auf Monatssicht um 2,2 Prozent. Volkswirte hatten lediglich Zuwächse um 0,6 Prozent und 1,5 Prozent erwartet.

Im Juni war die Industrieproduktion auf Monatssicht um 0,3 Prozent zurückgegangen, der Anstieg binnen Jahresfrist hatte 0,2 Prozent betragen. Wie Eurostat weiter mitteilte, stieg die Industrieproduktion in der EU-28 im Juli um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 2,0 Prozent binnen Jahresfrist.

Gegen den europaweiten Trend entwickelte sich derweil die Industrieproduktion in Italien. Diese ging überraschend zurück. Der Rückgang erstreckte sich über praktisch alle Produktgruppen, angeführt von den Konsumgütern. Wie die Statistikbehörde berichtete, fiel der Ausstoß um 1,0 Prozent im Vergleich zum, während Ökonomen eine Stagnation erwartet hatten.

Die Herstellung von Konsumgütern schrumpfte um 2,4 Prozent, gefolgt von den Investitionsgüter mit einem Minus von 2,1 Prozent. Die Energieherstellung fiel um 0,8 Prozent, Zwischenprodukte büßten 0,6 Prozent ein. Im Jahresvergleich lag die Industrieproduktion im Juli um 1,8 Prozent niedriger.

Im zweiten Quartal war Italien zum dritten Mal seit 2008 in eine Rezession gefallen, womit Hoffnungen auf eine moderate Erholung in diesem Jahr zerschlagen wurden.

Quelle: n-tv.de

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