Wirtschaft

Wirtschaftsstimmung deutlich besser: Eurozone berappelt sich

Die krisengeschüttelte Eurozone befindet sich leicht im Aufwind. Sogar beim großen Sorgenkind Italien wird die wirtschaftliche Entwicklung besser eingeschätzt. Auch die Firmenmanager des Euroraums schauen zuversichtlicher in die Zukunft.

Die Währungsunion kämpft sich aus dem Tal.
Die Währungsunion kämpft sich aus dem Tal.(Foto: picture alliance / dpa)

Wachsende Zuversicht in Deutschland, den Niederlanden und vor allem in Italien hat die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Februar weiter geringfügig steigen lassen, obwohl sich die Stimmung in Frankreich deutlich verschlechterte. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,2 auf 101,2 Punkte. Volkswirte hatten dagegen einen leichten Rückgang auf 100,5 prognostiziert.

In der Bauwirtschaft und zu einem geringeren Grad auch im Dienstleistungsgewerbe sowie im Einzelhandel und der Industrie verbesserte sich die Stimmung. Dagegen trübte sich das Vertrauen der Verbraucher ein.

Für Deutschland stieg der Sammelindex gegenüber Januar um 0,4 auf 107,1 Punkte, wobei sich die Stimmung vor allem im Einzelhandel und im Bau verbesserte. Für Italien kletterte der Index um 2,4 auf 99,0 Punkte. Dagegen sackte er in Frankreich um 1,4 auf 96,1 Zähler ab, wobei sich sowohl Industrie als auch Verbraucher pessimistischer zeigten als im Vormonat. In Spanien blieb der Stimmungsindikator konstant.

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone erhöhte sich auf Monatssicht auf minus 3,4 von minus 3,8 im Vormonat, weil die Lagerbestände an Fertigprodukten und die Auftragsbestände positiver beurteilt wurden. Ökonomen hatten dagegen eine Eintrübung auf minus 4,1 Punkte erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Rückgang auf minus 12,7 Zähler berichtet, womit die Vorabschätzung erwartungsgemäß bestätigt wurde.

Besseres Geschäftsklima

Die Stimmung der Geschäftsführer und Firmenmanager im Euroraum hellte sich im Februar leicht auf. Laut Brüsseler Kommission stieg der entsprechende Index auf plus 0,37 Punkte von revidiert plus 0,25 (vorläufig: plus 0,19) Punkte im Januar. Ökonomen hatten einen Stand von plus 0,20 Zähler erwartet.

Ein Indexstand des Geschäftsklimas von 0 entspricht dem langfristigen Durchschnittswachstum der Industrieproduktion von 2 Prozent. Fällt der Index unter minus 0,5 Punkte, wird ein Produktionsrückgang angedeutet.

Die Manager schätzten Produktion, Lagervorräte, Auftragsbestände und Exportaussichten deutlich besser ein. Das Urteil zu den Produktionsaussichten blieb praktisch unverändert, wie die Generaldirektion Wirtschaft der EU-Kommission mitteilte.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen