Wirtschaft
In der Eurozone geht es aufwärts.
In der Eurozone geht es aufwärts.(Foto: picture alliance / dpa)

Stimmung in der Wirtschaft verbessert: Eurozone hofft auf bessere Zeiten

Eine gute Nachricht für die von der Schuldenkrise arg gebeutelte Eurozone: Die Wirtschaftsstimmung in der Währungsunion hellt sich im September weiter kräftig auf. Die Zuversicht wächst in allen erfassten Bereichen.

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September auf breiter Front weiter kräftig aufgehellt, was die Erwartung einer anhaltenden Stabilisierung der Konjunktur im gemeinsamen Währungsraum stützt. Der von der EU-Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf Monatssicht um 1,6 Punkte auf 96,9 Zähler. Volkswirte hatten einen Indexstand von 96,0 erwartet.

Für die gesamte EU wurde für den Indikator ein Anstieg um 2,4 auf 100,6 Punkte berichtet, womit erstmals seit Juli 2011 wieder der langjährige Durchschnitt von 100 überschritten wurde.

Die Zuversicht wuchs im Euroraum in allen erfassten Bereichen, wobei sich die Stimmung im Baugewerbe und im Einzelhandel besonders deutlich aufhellte. Doch auch im Dienstleistungsbereich sowie bei Industrie und Verbrauchern nahm die Zuversicht zu.

In vier der fünf großen Euroraumländer stieg die Wirtschaftsstimmung im September, wobei die Verbesserung in Deutschland aber vergleichsweise gering ausfiel. Hier legte der Indikator gegenüber August nur um 0,3 Punkt auf 104,1 zu. In Deutschland wuchs das Vertrauen der Industrie weiter, während sich die Verbraucher etwas weniger optimistisch zeigten.

In Spanien und Italien kletterte der Indikator der Wirtschaftsstimmung um jeweils 2,5 Zähler auf 96,8 beziehungsweise 94,0 Punkte. In Frankreich erhöhte er sich um 1,6 auf 93,5 Zähler. In den Niederlanden ging er dagegen um 0,9 Punkte zurück.

Stärkster Anstieg in der Bauwirtschaft

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone wuchs unerwartet deutlich um 1,1 auf minus 6,7 Punkte, was vornehmlich auf eine optimistischere Einschätzung der Produktionsaussichten zurückging. Ökonomen hatten einen Anstieg der industriellen Zuversicht auf minus 7 Punkte erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum, das 20 Prozent des Gesamtindex ausmacht, wurde eine Verbesserung um 0,7 auf einen Indexstand von minus 14,9 Punkte ausgewiesen, womit sich der seit Dezember anhaltende Aufwärtstrend fortsetzte und die Vorabschätzung bestätigt wurde. Volkswirte hatten jedoch eine weitere Besserung auf minus 14,5 Zähler erwartet.

Im Einzelhandel des Euroraums wurde die gegenwärtige Geschäftslage deutlich besser eingeschätzt, sodass der Stimmungsindex kräftig um 3,6 Punkte stieg. Die Bauwirtschaft verzeichnete mit einem Plus von 4,4 Punkten den ausgeprägtesten Stimmungsanstieg, was auf eine positivere Beurteilung der Auftragsbestände und der Beschäftigungsaussichten zurückging.

Im Dienstleistungsbereich erhöhte sich der Indikator um 1,9 Zähler.
Auch der Index der Zuversicht im Finanzdienstleistungssektor der Eurozone, der nicht im Sammelindex enthalten ist, legte im September deutlich zu. Er stieg um 6,1 Punkte.

Quelle: n-tv.de

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