Wirtschaft

Die Großen bremsen: Eurozonen-Konjunktur dümpelt vor sich hin

Der Einkaufsmanager für Dienstleister und Industrie befindet sich in der Eurozone war etwas im Aufwind. Dennoch ist man beim Markit-Institut alles andere als begeistert, denn Deutschlands Wachstum ist schwach, und Frankreich verzeichnet ein Minus.

Es ist noch Sand im Konjunkturgetriebe.
Es ist noch Sand im Konjunkturgetriebe.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Wirtschaft in der Eurozone hat am Jahresende wieder Tritt gefasst. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für Dienstleister und Industrie kletterte im Dezember um 0,6 auf 51,7 Punkte, wie das Markit-Institut zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Das Barometer hielt sich damit über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

"Das Wirtschaftswachstum hat sich zwar wieder leicht beschleunigt", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Insgesamt dümpelte die Konjunktur jedoch weiter nur vor sich hin, was in erster Linie an der Schwäche der Kernländer Frankreich und Deutschland lag."

Europas größte Volkswirtschaft Deutschland meldete das schwächste Wachstum seit anderthalb Jahren. In der Nummer zwei Frankreich geht es sogar weiter bergab. Besser sieht es hingegen in den Krisenländern wie Spanien aus. "Die Wirtschaftskraft in der Peripherie dürfte im diesem Jahr so stark zulegen wie seit 2007 nicht mehr", sagte Williamson.

Die Nachfrage nach Industrieprodukten und Dienstleistungen zog im Dezember wieder an. "Das Auftragsplus fiel jedoch insgesamt nur minimal aus", erklärte Markit. Die Unternehmen senkten ihre Verkaufspreise abermals - allerdings konnten sie dank des Preisverfalls von Öl und anderen Rohstoffen auch selbst billiger einkaufen.

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie kletterte im Dezember um 0,7 auf 50,8 Punkte. Ökonomen hatten 50,5 Zähler erwartet. Der für die Dienstleister legte um 0,8 auf 51,9 Punkte zu. Hier waren Ökonomen von 51,5 Zählern ausgegangen.

Quelle: n-tv.de

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