Wirtschaft

Marktturbulenzen strahlen aus: Eurozonen-Wachstum lässt nach

Die schlechte Nachricht zuerst: Das Wirtschaftswachstum in Euroland verzeichnet die schwächsten Daten seit einem Jahr. Nun die gute: Der Stellenaufbau hält in der Währungsunion weiter an.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Wirtschaftswachstum der Eurozone hat sich im Januar verlangsamt und ist so schwach ausgefallen wie seit knapp einem Jahr nicht mehr. Dank verbesserter Geschäftsaussichten und der weiteren Zunahme der Auftragsbestände blieb der Stellenaufbau aber so kräftig wie im Dezember, nämlich auf dem höchsten Stand seit viereinhalb Jahren.

Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 53,5 Zähler von 54,3 im Vormonat, wie das Markit-Institut im Zuge der ersten Veröffentlichung berichtete. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 54,1 Punkte vorhergesagt. Bereits ab 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

"Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten ist die Abkühlung der Eurozone zum Jahresauftakt 2016 zwar enttäuschend, aber keine Überraschung", meinte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Man sollte sich aber keine allzu großen Sorgen machen. Die Umfragewerte deuteten auf ein konstantes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 bis 0,4 Prozent auf Quartalsbasis hin.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel auf 52,3 Punkte von 53,2 im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 53,0 Zähler prognostiziert.

Im Dienstleistungssektor schwächte sich die Aktivität ebenfalls stärker als erwartet ab. Der Einkäuferindex für den Servicesektor fiel auf 53,6 Punkte von 54,2 im Vormonat. Ökonomen hatten einen Stand von 54,0 Punkte erwartet.

Obwohl Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, auch im Januar die Wachstumslokomotive für die Eurozone blieb, schwächte sich das Wirtschaftswachstum hier aufgrund der leichten Abkühlung in beiden Sektoren auf ein Dreimonatstief ab. In Frankreich legte die Wirtschaftskraft hingegen - nach der annähernden Stagnation im Dezember - nur moderat zu.

Quelle: n-tv.de

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