Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Tierfutter gesucht: Evonik verdient mehr

Die Abwertung des Euros und höhere Preise lassen beim Spezialchemiekonzern die Kassen klingeln. Dennoch bricht kein Überschwang aus. Die Jahresziele bleiben unangetastet.

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat durch florierende Geschäfte sowie Preiserhöhungen bei Produkten rund um die Tiernahrung deutlich mehr erlöst und verdient. "Evonik bleibt auf einem erfolgreichen Weg", sagte Vorstandschef Klaus Engel. Dabei verbuchte der Konzern ein organisches Wachstum von rund einem Prozent, darüber hinaus halfen Währungseffekte. Evonik profitierte unter anderem von der Abwertung des Euro zum US-Dollar.

Der Umsatz sei auf Jahressicht um vier Prozent auf 3,37 Milliarden Euro geklettert, hieß es weiter. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) legte um fast ein Drittel auf 653 Millionen Euro zu. Der Konzerngewinn nach Minderheiten schnellte von 111 Millionen auf 188 Millionen Euro. Beim bereinigten Ebitda blieb Evonik damit über den Erwartungen des Marktes, beim Umsatz verfehlte der Konzern diese.

Neues Werk in Asien geplant

Die im Sommer erhöhte Jahresprognose bekräftigte der Konzern. Evonik erwartet 2015 weiter einen Umsatz von etwa 13,5 (Vorjahr: 12,9) Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda von etwa 2,4 (1,9) Milliarden Euro.

Vor allem in der Sparte Nutrition & Care konnte Evonik zulegen. Der Umsatz des Bereichs, der Futtermittelzusatzstoffe für Tiernahrung produziert, sprang um mehr als ein Fünftel auf 1,24 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf von 206 Millionen auf 382 Millionen Euro. Evonik habe höhere Preise für die Produkte, die etwa in Hühnerfutter zum Einsatz kommen, durchsetzen können.

Der Konzern will auch auf dem asiatischen Markt weiter wachsen: In Singapur soll eine weitere Produktionsanlage mit einer Kapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr entstehen.

Mehrheitseigner des  Chemiekonzerns ist mit einem Anteil von 67,9 Prozent die Essener Kohlestiftung RAG. Der zweitgrößte Aktionär CVC hatte sich im Juli von rund 3,2 Prozent der Anteile getrennt, der Finanzinvestor hielt damit zum Ende des dritten Quartals noch rund 6,1 Prozent der Anteile. Rund 26 Prozent der Evonik-Anteile befinden sich damit nun im Streubesitz.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen