Wirtschaft
Ex-Milliardär Eike Batista hat nach und nach große Teile seines Vermögens verloren.
Ex-Milliardär Eike Batista hat nach und nach große Teile seines Vermögens verloren.(Foto: picture alliance / dpa)

Nur 2000 Kilometer auf dem Tacho: Ex-Milliardär muss Lamborghini verkaufen

Er war einer der reichsten Männer der Welt und wollte sogar Carlos Slim an der Spitze der Forbes-Liste ablösen: Eike Batista. Doch die Geschäfte laufen schlecht. Nun muss sich der Unternehmer sogar von einem teuren Spielzeug trennen.

Der Lamborghini "Aventador" ist nicht ganz billig.
Der Lamborghini "Aventador" ist nicht ganz billig.(Foto: imago stock&people)

Der deutsch-brasilianische Millionär Eike Batista, dessen Vermögen in den vergangenen Jahren empfindliche Einbußen erlitten hat, hat seinen weißen Lamborghini verkauft - und für den Gebrauchtwagen einen stolzen Preis erzielt. Brasilianischen Medienberichten zufolge erstand ein Autohändler aus der etwa 150 Kilometer von Brasília entfernten Stadt Goiania die Luxuskarosse für 1,1 Millionen Dollar.

Dabei handelt es sich um einen Lamborghini Aventador. Neu kostet ein Auto dieses Typs etwa 1,6 Millionen Dollar. Gefahren ist Battista kaum, lediglich rund 2000 Kilometer stehen auf der Anzeige. Vorzugsweise parkte der Sportwagen in einem Salon seines Anwesens. Batista hatte das Auto im Jahre 2012 gekauft, als er der laut "Forbes" weltweit siebtreichste Mensch war. Zu der Zeit kündigte der Milliardär an, er wolle 2015 der reichste sein und Carlos Slim ablösen.

Es kam allerdings anders. Mittlerweile hat Batista Schätzungen zufolge fast sein gesamtes Vermögen von rund 30 Milliarden Dollar verloren. Ende 2013 wurde sein Besitz auf weniger als 100 Millionen Dollar taxiert.

Aktien stürzen ab

Die Ölfirma OGX, das Flaggschiff seiner nach ihm benannten Holding EBX, hatte Insolvenz anmelden müssen. Batista wollte damit Ölvorkommen in der Tiefsee vor der brasilianischen Küste erschließen. Doch er musste bald einräumen, die ehrgeizigen Produktionsziele weit zu verfehlen. Die Aktien von OGX verloren 90 Prozent ihres Wertes.

Eng wurde es für Batista Anfang Oktober vergangenen Jahres: OGX konnte Zinsen von 45 Millionen Dollar für laufende Anleihen nicht mehr zahlen und begann, mit seinen Gläubigern zu verhandeln. Um die Erforschung seiner Ölfelder zu finanzieren, hatte sich OGX mit rund 3,6 Milliarden Dollar verschuldet. Auch die anderen Firmen in Batistas verflochtenem Imperium gerieten in Schwierigkeiten.

Im vergangenen Jahr verkaufte der 57-Jährige Teile seiner Aktiva sowie einige Luxusobjekte, darunter ein Hubschrauber und drei Privatjets sowie das legendäre Hotel "Gloria" in Rio de Janeiro. Seine Jacht "Pink Fleet" fand allerdings keinen Käufer zum Wunschpreis von 19 Millionen Dollar - und wurde verschrottet.

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Quelle: n-tv.de

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