Freitag, 24. Juli 2009
Neue Bankenpleite in den USA: FDIC eilt nach Texas
In den USA bahn sich die bislang größte Bankenpleite des Jahres an: In Texas hebt die überregional kaum bekannte Guaranty Financial Group die Hände. Das Haus verwaltet rund 16 Mrd. Dollar.
Während in Texas ein weiteres Geldhaus wackelt, muss FDIC-Chefin Sheila C. Bair (rechts) an der Seite von Fed-Chef Ben Bernanke dem Finanzausschuss in Washington Rede und Antwort stehen.
(Foto: REUTERS)
Die Guaranty Financial Group teilte am Freitag im texanischen Dallas mit, Abschreibungen auf Hypotheken-besicherte Wertpapiere in Milliardenhöhe hätten zu einer kritischen Unterkapitalisierung der Bank geführt. Eine ausreichende Kapitalspritze hält das Unternehmen wegen mangelnder Unterstützung der eigenen Aktionäre nicht mehr für möglich, das Ende der Bank sei daher wahrscheinlich. Die staatliche Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) sei bereits gebeten worden, die Unternehmensführung zu übernehmen.
Mit Vermögenswerten von etwa 16 Mrd. US-Dollar (11,25 Mrd. Euro) wäre der Untergang der Guaranty Financial Group die größte Pleite einer US-Bank in diesem Jahr.
Bisher größter Fall war bislang der Zusammenbruch der Bank United FSB in Florida mit einer Bilanzsumme von rund 12,8 Mrd. Dollar.
Größte Pleite einer Geschäftsbank in der US-Geschichte war 2008 der Fall der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual. Sie hatte eine Bilanzsumme von mehr als 300 Mrd. Dollar. Seit September 2007 sind in den USA 85 Banken von der FDIC geschlossen worden.
mmo/dpa
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