Wirtschaft
FMC peilt Erlöse von 28 Milliarden Dollar in wenigen Jahren an.
FMC peilt Erlöse von 28 Milliarden Dollar in wenigen Jahren an.(Foto: picture alliance / dpa)

Zehn Prozent Wachstum pro Jahr: FMC strebt Umsatzverdoppelung an

Weltweit steigt die Zahl der Dialyse-Patienten. Marktführer Fresenius Medical Care erwartet daher steigende Erlöse und will die Sparte ausbauen. An der Börse kommen die Prognosen ausgesprochen gut an.

Der weltgrößte Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) will angetrieben durch steigende Patientenzahlen seinen Umsatz bis 2020 annähernd verdoppeln. FMC strebe 2020 einen Umsatz von 28 Milliarden Dollar an, nach 14,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr, sagte Konzernchef Rice Powell auf einer Investoren-Veranstaltung in New York. FMC gehe dabei von einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von zehn Prozent aus.

Um das Ziel zu erreichen, baut der Konzern, der zuletzt unter Kürzungen im US-Gesundheitssystem litt, in den nächsten Jahren stärker als bislang auf medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse. Dieses derzeit noch kleine Geschäftsfeld von FMC soll 2020 einen Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns haben. Aktuell sind es lediglich rund drei Prozent.

Die FMC-Aktie baute nach Powells Aussagen ihre Gewinne aus und war mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 52,18 Euro mit Abstand größter Gewinner im Dax.

Prognose: Zahl der Dialyse-Patienten steigt weiter

Der Bad Homburger Konzern behandelte im vergangenen Jahr 270.000 Dialyse-Patienten weltweit. Damit lag FMC klar vor seinem schärfsten Rivalen DaVita aus den USA, der auf 168.000 Patienten kam. Bis 2020 rechnet der Bad Homburger Konzern weltweit einem jährlichen Anstieg der Zahl der Blutwäsche-Patienten um durchschnittlich 6,3 Prozent im Jahr.

FMC hofft, einen großen Teil dieser Patienten für sich zu gewinnen - auch durch ein größeres Angebot an medizinischen Versorgungsleistungen. In Asien, wo die Übernahme ungesunder westlicher Lebensweisen die Zahl der Nierenpatienten Jahr für Jahr steigen lässt, rechnet Powell mit einem besondern starken Zuwachs der Patientenzahlen. Zwischen 2000 bis 2013 war weltweit die Zahl der Dialyse-Patienten durchschnittlich 6,8 Prozent im Jahr gestiegen.

Kassen senken Erstattungen

Angesichts des Sparzwangs dringen die staatlichen Krankenkassen auf Kostensenkungen. Der Druck auf die Erstattungspreise werde anhalten. "Wir sehen diesen Druck weltweit", sagte der FMC-Chef. Er werde auch nicht verschwinden. Daher müsse FMC auf seine Kosten achten und seine Effizienz verbessern.

In den USA wird seit April 2013 zwei Prozent weniger für die Dialyse-Behandlung staatlich krankenversicherter Patienten gezahlt. Sie stellen im wichtigsten Markt des Konzerns den Großteil der FMC-Patienten. US-Behörden wollen in den nächsten Jahren die Erstattung weiter senken. FMC-Chef Powell hatte deshalb ein mehrjähriges Sparprogramm eingeleitet, mit dem die Kosten im laufenden Jahr nach früheren Angaben um bis zu 60 Millionen Dollar gedrückt werden sollen.

Quelle: n-tv.de

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