Wirtschaft

Jahresziele bestätigtFMC überrascht mit Gewinnrückgang

30.04.2013, 07:43 Uhr

Der weltgrößte Blutwäschekonzern ist nicht so erfolgreich ins neue Jahr gestartet wie erhofft. Der Konzern verdient deutlich weniger als im Jahr zuvor, was zum größten Teil einem Sondereffekt geschuldet ist. In den USA bekommt der Konzern mittlerweile auch die automatischen Haushaltskürzungen zu spüren.

FMC-Rice-Powell
Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care (FMC). (Foto: picture alliance / dpa)

Der zum Medizinkonzern Fresenius gehörende Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient als vor Jahresfrist. Der Gewinn fiel um 39 Prozent auf 225 Mio. US-Dollar.

Hauptverantwortlich für den Rückgang war ein positiver Sondereffekt in Höhe von 127 Mio. US-Dollar aus dem Vorjahr, der im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Konkurrenten Liberty Dialysis stand. FMC hatte im Zuge der Übernahme in den USA 44 Dialysekliniken verkaufen müssen. Zusätzlich drückten auch gestiegene Personalaufwendungen und das im Vergleich zum Vorjahr zwei Behandlungstage kürzere Quartal auf das Ergebnis.

Die Umsätze von FMC kletterten Anfang des Jahres um sieben Prozent auf 3,46 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten für das Auftaktquartal bei einem Umsatz von 3,5 Mrd. Dollar einen Überschuss von 256 Mio. Dollar prognostiziert.

Jahresprognose bestätigt

In den USA bekommt FMC derzeit die Einschnitte im Gesundheitssystem zu spüren. Von den automatischen Haushaltskürzungen, die im März in Kraft getreten sind, ist nämlich auch der Dialysemarkt betroffen. FMC-Chef Rice Powell bekräftigte für 2013 dennoch die bisher ausgegeben Ziele. Der Gewinn soll demnach zwischen 1,1 und 1,2 Mrd. US-Dollar verharren, der Umsatz auf mehr als 14,6 Mrd. US-Dollar steigen. Das Gros seiner Umsätze erzielt FMC in Nordamerika.

Die durchschnittliche Vergütung pro Dialyse-Behandlung in den USA - eine der wichtigsten Kennzahlen in der Branche - stieg im ersten Quartal 2013 auf 359 US-Dollar nach 353 US-Dollar vor Jahresfrist. Allerdings nahmen auch die Kosten zu auf 294 US-Dollar nach 286 US-Dollar im ersten Quartal 2012.

Quelle: ntv.de, rts/DJ