Wirtschaft
Facebook hat das Startuo Oculus gekauft, das die Datenbrille Rift herstellt.
Facebook hat das Startuo Oculus gekauft, das die Datenbrille Rift herstellt.(Foto: REUTERS)

Zwei Milliarden Dollar für Oculus: Facebook kauft Datenbrillen-Entwickler

Nach der WhatsApp-Übernahme geht Mark Zuckerberg weiter auf Einkaufstour: Facebook übernimmt Oculus, eine kalifornische Firma, die eine neuartige Datenbrille herstellt. Mit ihr soll die virtuelle Realität massentauglich werden.

Facebook kauft für zwei Milliarden Dollar das Startup-Unternehmen Oculus VR, das mit einer neuartigen Datenbrille die Virtuelle Realität massentauglich machen will. Facebook zahlt 400 Millionen Dollar in bar, rund 1,6 Milliarden Dollar in eigenen Aktien sowie weitere bis zu 300 Millionen Dollar, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Oculus werde weiter an seiner Rift genannten VR-Brille arbeiten. Auch bleibe der Firmensitz in Irvine, Kalifornien.

Es ist die allererste Übernahme eines Hardware-Unternehmens durch Facebook. "Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren", begründete Facebook-Chef Mark Zuckerberg den Zukauf.

Oculus hat bislang kein serienreifes Produkt auf den Markt gebracht. Das Unternehmen hat jedoch mehr als 40.000 Entwickler-Versionen der Rift verkauft und mit seiner Technologie großes Interesse der Fachpresse auf sich gezogen. Die Datenbrille gaukelt dem Benutzer über zwei kleine, getrennte Bildschirme eine 3D-Umgebung vor, die sich entsprechend der Kopfbewegungen verändert.

Während das Gerät mit dem Aussehen einer überdimensionierten Skibrille zuerst hauptsächlich für Spiele verwendet werden dürfte, hofft das Unternehmen einen Durchbruch für Virtuelle Realität (VR) insgesamt zu schaffen. Auch andere Konzerne befassen sich mit der Technologie. Sony stellte vergangene Woche einen Prototyp einer VR-Datenbrille namens "Project Morpheus" vor. Weder Oculus VR noch Sony haben ein Datum zur Markteinführung genannt.

Quelle: n-tv.de

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