Wirtschaft
Setzt auf das Raffinerie-Geschäft: Warren Buffett.
Setzt auf das Raffinerie-Geschäft: Warren Buffett.(Foto: REUTERS)

Gigantische Wette: Fallender Ölpreis macht Buffett glücklich

Während billiges Öl viele Förderländer in erhebliche Schwierigkeiten bringt, sorgt es bei Warren Buffett für gute Laune. Der Investment-Guru steckt deshalb eine weitere Milliarde in eine seiner Lieblingsbeteiligungen.

Der fallende Ölpreis jagt Warren Buffet keine Angst ein. Im Gegenteil, er will davon profitieren: Die Investoren-Legende hat seit Beginn des Jahres fast eine weitere Milliarde Dollar im Ölriesen Phillips 66 angelegt. Das berichtet "CNN Money" und beruft sich dabei auf Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC.

Demnach besaß Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway bereits 61 Millionen Aktien des Raffinierie-Riesen, bevor die Beteiligung in den vergangenen Wochen um weitere 12 Millionen Papiere aufgestockt wurde – zu einem Preis von rund 964 Millionen Dollar. Damit gehören Buffett nunmehr 14 Prozent der Phillips-Anteile. Die Ölfirma ist nun die sechstgrößte Beteiligung von Berkshire Hathaway.

Was verspricht sich Buffett davon? Der niedrige Ölpreis bedeutet, dass Phillips das Rohöl, das es verarbeitet, billiger einkaufen kann. Und da der Benzinpreis weniger stark gefallen ist, steigt der Profit des Raffinerie-Betreibers. Im vergangenen Jahr kletterte der Gewinn aus dem Raffinerie-Geschäft den Angaben zufolge auf 2,6 Milliarden Dollar, während er ein Jahr zuvor bei 1,6 Milliarden Euro gelegen hatte.

Phillips 66 aus dem texanischen Houston unterhält Raffinerien und verkauft Mineralölprodukte in mehr als 15 Ländern. Dafür betreibt der börsennotierte Konzern weltweit zehntausende Zapfsäulen. In Deutschland gehören ihm die Jet-Tankstellen. Phillips 66 entstand 2012 als Ableger des Ölförderers ConocoPhillips. Der spaltete sein Endkundengeschäft ab und brachte es 2012 an die Börse.

Quelle: n-tv.de

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