Wirtschaft
Der BER sollte eigentlich im Sommer 2012 in Betrieb gehen
Der BER sollte eigentlich im Sommer 2012 in Betrieb gehen(Foto: dpa)

Neues vom Pannen-Flughafen: Falsche Brandschutz-Experten am BER

Nicht alle Brandschutz-Fachleute auf der Baustelle des künftigen Hauptstadt-Flughafens waren auch tatsächlich welche. Kontrollen der Flughafengesellschaft hätten ergeben, dass die notwendigen Nachweise für die Fachkunde fehlen, teilte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller mit. Demnach hatten einige Firmen ihre Mitarbeiter zu Unrecht als Fachleute ausgegeben. In einer Antwort des SPD-Politikers auf eine parlamentarische Anfrage der Piratenpartei sprach er von Einzelfällen im niedrigen einstelligen Bereich seit 2012.

Müller ist Aufsichtsratschef der staatlichen Flughafengesellschaft. Er berief sich auf Angaben der Geschäftsführung um Flughafenchef Karsten Mühlenfeld. Demnach werden die Eignungsnachweise bei der Vergabe von Aufträgen überprüft, danach bei Personalwechseln und besonders seit August 2014 auch bei sogenannten Audits. Dabei handelt es sich um vertiefte Überprüfungen des Baufortschritts. Probleme mit dem Brandschutz, etwa auch wegen überbelegter Kabeltrassen, hatten das Projekt weit zurückgeworfen. Die Betreiber wollen den neuen Flughafen nun in zwei Jahren eröffnen - mit mehr als fünf Jahren Verspätung.

Quelle: n-tv.de

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