Samstag, 27. Februar 2010
Nach erneutem Milliardenverlust: Fannie Mae klopft wieder an
Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae braucht nach einem weiteren Milliardenverlust weitere Hilfen des Staates. Im vierten Quartal häufte das Unternehmen Verluste von unter dem Strich 16,3 Mrd. US-Dollar an. Nun benötigt es daher noch einmal 15,3 Mrd. US-Dollar von der Regierung.
Im dritten Quartal war der Fehlbetrag mit 18,9 Mrd. Dollar noch höher ausgefallen. Der US-Marktführer rechnet auch im weiteren Jahresverlauf wegen der hohen Arbeitslosigkeit und der schwachen Wirtschaftslage mit roten Zahlen. Die Belastungen durch Kreditausfälle erhöhten sich im abgelaufenen Vierteljahr auf knapp zwölf Milliarden Dollar.
Das Schwesterinstitut Freddie Mac verbuchte im vierten Quartal einen Verlust von 7,8 Milliarden Dollar, braucht aber keine neuen Finanzspritzen.
Bei Fannie Mae summiert sich das Minus für das vergangene Jahr auf 74,4 Mrd. US-Dollar. Sollte der Staat nochmals einspringen, erreicht seine Hilfe insgesamt 76,2 Mrd. US-Dollar. Viele Hausbauer können in den USA ihre Schulden nicht zurückzahlen. Fannie-Mae-Chef Michael Williams nannte als wichtigstes Ziel, dass die Bewohner ihr Heim behalten und Zwangsversteigerungen verhindert werden können. Die Krise am US-Immobilienmarkt ist die schlimmste seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts und war einer der Auslöser der Finanzkrise 2008.
rts
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