Wirtschaft
Fannie Mae kann auch Gewinn.
Fannie Mae kann auch Gewinn.(Foto: REUTERS)

Aus minus 5 mach plus 2: Fannie Mae mit Milliardengewinn

Fannie Mae kauft und versichert Hypotheken von Banken, um ihnen so eine größere Kreditvergabe zu ermöglichen. Eigentlich ein gutes Geschäft, bis die Finanzkrise dem Unternehmen horrende Verluste einbrockt. Nur Milliardenhilfen vom Staat retten Fannie Mae. Nun scheinen die schlechten Zeiten erst einmal vorbei.

Der in der Finanzkrise verstaatlichte US-Hypothekenkonzern Fannie Mae schreibt wieder schwarze Zahlen. Im dritten Quartal verbuchte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Überschuss von 1,8 Mrd. Dollar nach einem Minus von 5,1 Mrd. Dollar vor einem Jahr. Fannie Mae begründete die deutliche Verbesserung mit einer Erholung am Häusermarkt.

Die US-Regierung will Fannie Mae und den kleineren Rivalen Freddie Mac abwickeln. Die beiden Institute mussten in der Krise mit 190 Mrd. Dollar gerettet werden. Fannie Mae und Freddie Mac waren ursprünglich private, aber vom Staat unterstützte Unternehmen und dominierten den US-Markt für Immobilienfinanzierung. Mit dem Platzen der Blase am Häusermarkt gerieten beide Unternehmen ins Straucheln und wurden noch unter Präsident Barack Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush 2008 faktisch unter staatliche Kontrolle gestellt.  

Freddie Mac und Fannie Mae stehen hinter 60 Prozent der US-Immobilienkredite. Beide verleihen selber kein Geld an Immobilienkäufer. Sie kaufen und versichern jedoch Hypotheken anderer Banken, um ihnen eine größere Kreditvergabe zu ermöglichen. Das brockte ihnen in der Finanzkrise gigantische Verluste ein.

Quelle: n-tv.de

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