Wirtschaft
Fed-Chef Bernanke bleibt bei seiner Einschätzung.
Fed-Chef Bernanke bleibt bei seiner Einschätzung.(Foto: AP)

Konjunktur kühlt weiter ab: Fed dämpft Hoffnungen

Die US-Wirtschaft kühlt sich einer Erhebung der Federal Reserve zufolge in Teilen weiter ab. Am allgemeinen Zustand der Konjunktur ändert sich aber laut den Währungshütern im Vergleich zum Juni kaum etwas. Damit zerplatzt die Hoffnung auf baldige geldpolitische Schritte.

Die US-Notenbank Fed dämpft weiter die Hoffnung auf einen raschen geldpolitischen Anschub für die schwächelnde US-Wirtschaft. Nachdem Notenbankchef Ben Bernanke die Erwartungen der Finanzmärkte bereits vor dem US-Kongress enttäuscht hatte, gab auch der am Mittwochabend veröffentlichte Konjunkturbericht ("Beige Book") keine neuen Anhaltspunkte. Die US-Notenbank Fed bescheinigt der Wirtschaft in den USA weiterhin "mäßiges bis moderates" Wachstum.

In einigen US-Regionen hätten sich Produktion und Konsum zwar zuletzt abgekühlt, doch um neue Fantasien um ein kurzfristiges drittes großes Anleihekaufprogramm der Fed anzufachen, dürfte das kaum reichen. Insgesamt schätzen die Währungshüter den Zustand der US-Wirtschaft trotz der zuletzt überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten kaum anders ein als noch Anfang Juni.

Nach drei enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichten in Folge hatten die Finanzmärkte zunehmend auf Unterstützung der Notenbank für die lahmende Wirtschaft spekuliert. Im "Beige Book" heißt es aber, die Beschäftigungssituation verbessere sich in langsamem Tempo weiter.

Bernanke hatte bereits am Vortag die Erwartungen der Anleger gedämpft. Vor dem US-Kongress betonte der Fed-Chef zwar abermals die grundsätzliche Handlungsbereitschaft der Notenbank, ohne jedoch konkrete Maßnahmen in Aussicht zu stellen.

Die Finanzmärkte nahmen das "Beige Book" nahezu teilnahmslos zur Kenntnis. Der Euro notierte unverändert und wurde zuletzt bei 1,2276 Dollar gehandelt. Die US-Börsen reagierten kaum. Experten sehen nur noch eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine weitere geldpolitische Lockerung auf der nächsten Fed-Sitzung Anfang August.

Nach Einschätzung von Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) dürfte die US-Notenbank vorerst auf ein Anleihekaufprogramm verzichten und die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA abwarten.

Quelle: n-tv.de

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