Wirtschaft
Fiat Chrysler hat ein ehrgeiziges Absatzziel.
Fiat Chrysler hat ein ehrgeiziges Absatzziel.(Foto: REUTERS)

Sonderposten belasten: Fiat Chrysler schreibt rote Zahlen

Es ist ein holpriger Jahresstart für Fiat Chrysler. Dem Autobauer machen die Kosten hinsichtlich der Übernahme der US-Geschäfte zu schaffen. Dennoch sind die Ziele ehrgeizig. Bis 2018 soll sich der Nettogewinn verfünffachen.

Fiat Chrysler ist zu Jahresbeginn in die Verlustzone gerutscht. Grund dafür seien einmalige Kosten im Zusammenhang mit der vollständigen Übernahme der US-Geschäfte, teilte der italienische Autobauer mit. Zudem hätten ungünstige Wechselkurse das Ergebnis gedrückt.

Fiat kündigte zudem an, seinen Absatz von zuletzt 4,4 Millionen Fahrzeugen bis 2018 auf 7 Millionen steigern zu wollen. Der Nettogewinn soll sich bis dahin auf 5 Milliarden Euro verfünffachen, der Umsatz von 87 Milliarden Euro auf 132 Milliarden steigen.

Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 319 Millionen Euro. Ohne die belastenden Posten hätte Fiat einen Gewinn von 71 Millionen Euro erwirtschaftet nach 31 Millionen Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro.

Die Sportwagenmarke Alfa Romeo soll mit milliardenschweren Investitionen gestärkt werden. Bis 2018 sollen fünf Milliarden Euro investiert werden, der Absatz soll sich bis dahin auf 400.000 Autos mehr als verfünffachen. Zahlreiche neue Modelle seien geplant. Auch die Marke Jeep soll künftig eine größere Rolle spielen. Ihr Absatz soll von 732.000 auf 1,9 Millionen Fahrzeuge bis 2018 steigen. Neue Fabriken wird es früheren Angaben zufolge dafür in Brasilien und China geben.

Größerer Stellenabbau erwartet

Fiat schreibt vor allem in Europa rote Zahlen. Anfang 2014 hatte der Konzern vollständig die Kontrolle über Chrysler übernommen. Dadurch entstand der weltweit siebtgrößte Autobauer.

Durch das profitable Geschäft in den USA und Kostenvorteile durch die Fusion hofft das Management, an die Marktführer Toyota, General Motors  und Volkswagen heranzurücken. Es wird aber mit einem größeren Stellenabbau gerechnet, vor allem in Italien.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen