Wirtschaft
Fischstäbchenproduktion bei Iglo
Fischstäbchenproduktion bei Iglo(Foto: picture-alliance/ dpa)

Iglo steht zum Verkauf: Fischstäbchen aus der Schweiz?

Der Tiefkühlspezialist Iglo ist seit 2006 im Besitz des Finanzinvestors Permira. Der will sich von dem Geschäft seit geraumer Zeit trennen. Statt eines Börsengangs, der noch im vergangenen Jahr geplant war, soll Iglo nun verkauft werden. Einen Interessenten gibt es bereits.

Der Tiefkühlkosthersteller Iglo, bekannt für seine Fischstäbchen, steht zum Verkauf. Der Verkaufsprozess habe bereits begonnen, sagte Deutschland-Chefin Martina Sandrock der "Financial Times Deutschland". Interessiert soll der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé sein.

Iglo gehört dem Finanzinvestor Permira. Der Tiefkühlkost-Spezialist machte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,57 Mrd. Euro und einen Netto-Verlust von 82 Mio. Euro.

Börsengang abgehakt

Iglo ist seit 2006 im Besitz von Permira. Der Finanzinvestor hatte die Gruppe für 1,7 Mrd. Euro vom Konsumgüterkonzern Unilever gekauft, 2010 auch die italienische Firma Findus. Deutschland-Chefin Sandrock hatte sich noch vergangenen Sommer sehr zufrieden mit der Geschäftsentwicklung gezeigt und sogar einen Börsengang erwogen.

Die Marke Iglo (niederländische für Iglu) gibt es seit 1959, die Werbefigur Käpt'n Iglo preist den Tiefkühlfisch seit 1985 in Deutschland an. Die Firma mit Sitz in Hamburg ist nach eigenen Angaben «Marken-Marktführer» bei Tiefkühl-Gemüse und Fisch. Die Fabriken, die auch andere Anbieter in Europa beliefern, stehen in Bremerhaven und in Reken im Münsterland.

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Quelle: n-tv.de

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