Wirtschaft
Das Segelschiff "Libertad" wurde per einstweiliger Verfügung beschlagnahmt.
Das Segelschiff "Libertad" wurde per einstweiliger Verfügung beschlagnahmt.(Foto: dpa)

Rechtsstreit mit US-Hedgefonds: Fitch stuft Argentinien herab

Nach einem Urteil der US-Justiz zur Zahlung ausstehender Schulden Argentiniens setzt die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit des Landes um fünf Stufen herab. Die Herabstufung auf CC "spiegele Fitchs Ansicht wider, dass ein Zahlungsausfall Argentiniens wahrscheinlich ist", heißt es.

Wegen eines Rechtsstreites zwischen der argentinischen Regierung und Investoren in den USA hat die Ratingagentur Fitch die Bonitätsnote des lateinamerikanischen Staates um fünf Stufen gesenkt. Anleihen des Landes würden nun mit der Note CC statt wie bislang mit B bewertet, teile die Agentur mit. Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalles sei wegen der juristischen Auseinandersetzung gestiegen.

Hintergrund der Herabstufung ist die Entscheidung eines New Yorker Gerichtes, wonach Argentinien zehn Jahre nach seiner Staatspleite einige Investoren trotz eines Schuldenschnittes doch noch auszahlen muss. Ein Bundesrichter setzte der Regierung in Buenos Aires in der vergangenen Woche eine Frist bis zum 15. Dezember, 1,3 Mrd. Dollar auf ein Treuhandkonto einzuzahlen. Als Druckmittel wurde sogar ein vor Ghana liegendes Marineschulschiff beschlagnahmt.

Argentinien hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt. Sollten die Kläger Recht bekommen, könnte dies den mit vielen Gläubigern vereinbarten Forderungsverzicht von 70 Prozent infrage stellen und auch Schuldenschnitte heutiger Krisenländer wie Griechenland erschweren.

Quelle: n-tv.de

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