Schlichterspruch im TarifstreitFluglotsen lehnen ab

Im Tarifstreit der Fluglotsen ist eine Lösung immer noch nicht gefunden. Die Fluglotsen lehnen den Vorschlag des Schlichters ab - vor allem aus juristischen Gründen. Sie fürchten, dass sie später keine Veränderungen mehr am Tarifvertrag vornehmen können.
In der Auseinandersetzung um einen neuen Tarifvertrag bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) haben die Fluglotsen den Vorschlag des Schlichters abgelehnt. Die Tarifkommission der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nehme den Schlichterspruch "in der vorliegenden Form nicht an", teilte die Gewerkschaft in Frankfurt am Main mit. Die Gewerkschaft erklärte sich zu weiteren Gesprächen mit Arbeitgeberseite und Schlichter bereit. Diese sollen bereits in der kommenden Woche beginnen.
Bis zum Ende dieser Verhandlungen werde es weiterhin keinen Arbeitskampf geben, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Am Vormittag hatte die DFS mitgeteilt, den Schlichterspruch anzuerkennen und an die Gewerkschaft appelliert, dies ebenfalls zu tun.
Die Gründe für die Ablehnung seien vor allem juristischer Natur, sagte der GdF-Sprecher. "Wenn wir den Schlichterspruch annehmen würden, dann könnten wir über Punkte, die uns noch nicht gefallen, nicht mehr verhandeln", sagte der Sprecher. Strittig seien noch "strukturelle Punkte", wie etwa die GdF-Forderung nach strengeren Regeln bei der Besetzung von Posten.